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Mergers & Acquisitions

Maschinenbauer weiter in bester Kauflaune

| Redakteur: Claudia Otto

Einer aktuellen PWC-Studie zufolge verzeichnet die Maschinenbaubranche auch im dritten Quartal 2014 rege M&A-Aktivitäten. Von Juli bis September gab es demnach weltweit 55 Übernahmen, Beteiligungen sowie Fusionen mit einem Transaktionsvolumen von mindestens 50 Mio. US-Dollar. Der Gesamtwert der Transaktionen belief sich auf 27 Mrd. US-Dollar.

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Wie bereits in den vergangenen Quartalen dominiert China klar das M&A-Geschehen im Maschinenbau in den BRIC-Staaten.
Wie bereits in den vergangenen Quartalen dominiert China klar das M&A-Geschehen im Maschinenbau in den BRIC-Staaten.
(Quelle: PWC-Analyse basierend auf Thomson Reuters M&A Daten)

Auch wenn damit die Höchstwerte des Vorquartals – 63 Deals mit einem Gesamtwert von 60,5 Mrd. US-Dollar – nicht erreicht werden konnten, liegen die aktuellen M&A-Aktivitäten dennoch deutlich über dem Quartalsdurchschnitt der vergangenen drei Jahre.

Nahezu zwei Drittel des Gesamtwertes aller angekündigten Transaktionen im dritten Quartal 2014 entfielen auf fünf Mega-Deals, also Transaktionen mit einem Gesamtwert von mindestens 1 Mrd. US-Dollar. Die drei größten Mega-Deals hatten dabei jeweils Akteure aus der Eurozone auf der Käuferseite.Herausstechend ist hier die Übernahme des US-Turbinenspezialisten Dresser-Rand durch Siemens für 7,6 Mrd. US-Dollar. Mit der Übernahme will das deutsche Unternehmen sein Energietechnikgeschäft voran treiben. „Die europäischen Maschinen- und Anlagenbauer ergreifen zunehmend Eigeninitiative und suchen nach strategisch passenden Anlagemöglichkeiten, um ihr Geschäft zu optimieren. Dabei konzentrieren sie sich auf Geschäftsfelder, in welchen sie ihre Führungs- und Wettbewerbsposition ausbauen können“, sagt Martin Theben, Leiter des Bereichs Industrielle Produktion bei PWC.

Die Anzahl der Transaktionen mit Unternehmen aus der Eurozone sank gegenüber dem Vorquartal von 22 auf 13 angekündigte Deals. Damit einhergehend sinkt im dritten Quartal 2014 auch der Anteil der Deals mit Beteiligten aus der Eurozone an der Gesamtzahl der globalen M&A-Deals von 35 auf 24 %. Dies entspricht dem Niveau der Jahre 2012 und 2013. Dennoch verzeichnet der Maschinenbau in der Eurozone bereits am Ende des dritten Quartals 2014 mehr Deal-Beteiligungen als im Vorjahr.

M&A-Aktivitäten in China auf Rekordkurs

Bezogen auf die Transaktionsaktivitäten der BRIC-Staaten im Maschinenbausektor ist China nach wie vor dominierend. Nachdem die angekündigten beziehungsweise abgeschlossenen Fusionen und Übernahmen in China bereits nach dem ersten Halbjahr 2014 das Niveau des Vorjahres übertroffen hatten, kündigt sich ein neues Rekordjahr für Deals mit chinesischer Beteiligung an. Historisch betrachtet fanden im Jahr 2014 die meisten Deals mit chinesischer Beteiligung seit zehn Jahren statt. In Brasilien und Russland hingegen gab es laut PWC seit 2012 keine größeren Transaktionen mehr.

Zunehmende Bedenken hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung Chinas haben zwar zu einer Zurückhaltung ausländischer Investoren im dritten Quartal 2014 auf dem chinesischen Markt geführt. Heimische Unternehmen waren dafür deutlich aktiver: von 21 Deals, bei denen chinesische Unternehmen auf der Käuferseite standen, zielten 19 auf chinesische Unternehmen ab. „Die innerchinesischen Aktivitäten zielen auf eine horizontale Konsolidierung der Branche ab. Im Fokus liegen Kostenkontrolle, Beseitigung von Überkapazitäten und die Verminderung konjunktureller Risiken“, merkt Martin Theben an.

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