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Malaysia

Maschinenbauindustrie soll Wachstum bringen

19.07.2007 | Autor / Redakteur: Manik Metha / Udo Schnell

Deutscher Gemeinschaftsstand auf den Industrieausstellungen Metaltech 2007 und MTA-Malaysia 2007. Bild: Metha
Deutscher Gemeinschaftsstand auf den Industrieausstellungen Metaltech 2007 und MTA-Malaysia 2007. Bild: Metha

Kuala Lumpur (us) – Malaysia befindet sich in einer neuen Entwicklungsphase, die das Land bis zum Jahr 2020 zu einer Industrienation machen soll. Dabei hat die Maschinenbauindustrie eine strategische Bedeutung für die allgemeine industrielle Entwicklung des Landes.

Nach Angaben des malaysischen Ministeriums für Außenhandel und Industrie hat man sich nach dem Third Industrial Master Plan (IMP3), dem dritten Großindustrieplan, ein Investitionsvolumen von 30,8 Mrd. Ringgit für Maschinen und Industrieausstattung zum Ziel gesetzt. Außerdem wolle man mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 6,7% im Jahr den Exportwert von 48,3 Mrd. Ringgit bis zum Jahr 2020 erreichen (1 Euro ≈ 4,75 Ringgit).

Hohes Nachmessegeschäft erwartet

Ein Beleg für diese Entwicklung sind auch die beiden Industrieausstellungen Metaltech 2007 und MTA-Malaysia 2007, die im Mai in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur stattfanden. Nach Angaben der Veranstalter erwarteten die Aussteller im Nachmessegeschäft Aufträge in Höhe von mehr als 720 Mio. Ringgit. Dies bedeute einen Anstieg von 20%, verglichen mit den Aufträgen des vergangenen Jahres, so die Veranstalter.

Auf dem Stand des deutschen Maschinenbauers Trumpf herrschte Zuversicht, nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr einen globalen Umsatz von mehr als 1,6 Mrd. Euro gemeldet hatte. In Kuala Lumpur war man sicher, dass im laufenden Jahr ein Rekordumsatz von 2 Mrd. Euro erreicht werde.

Nachfrage auf Asiens Märkten wächst

Laut dem Trumpf-Geschäftsführer für den asiatisch-pazifischen Raum, Uwe Vogel, erwartet das Werkzeugmaschinen- und Laserunternehmen ein gutes Ergebnis, zumal die Nachfrage auf den dynamischen Märkten Asiens schnell wachse. „Asien trägt gegenwärtig 15 % zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei. Obwohl unsere wichtigen Märkte immer noch Europa und die USA sind, ist Asien die sich am schnellsten entwickelnde Region,“ sagte Vogel auf der Messe.

„Nach unserer Prognose erwarten wir ein Jahreswachstum von 15 bis 20% in dieser Region für das ganze Jahr. Ich bin sicher, dass wir eine zweistellige Wachstumsrate bei unserem Geschäft erreichen,“ fügte er hinzu. Für den Trumpf-Geschäftsführer ist der asiatisch-pazifische Raum eine „ganz besondere Region“, weil die durch ihre unterschiedliche Stärke gekennzeichneten Länder sich auf verschiedene Märkte und Industrien fokussierten, die zum Wachstum beitragen würden.

Trumpf hat seine Stellung in Malaysia systematisch ausgebaut und gilt inzwischen als der größte Lieferant von Lasermaschinen für Metallplatten für die malaysische Industrie, meinen malaysische Käufer. „Wir sehen gute Chancen in Malaysia. Unser Kundenkreis besteht nicht aus den großen Massenproduzenten, eher aus kleinen und mittelständischen Unternehmen“, erklärt Vogel und fährt fort: „Das ist auch ein Grund für unsere starke Präsenz in dem Land, das eine ideale Infrastruktur für die kleinen Unternehmen anbietet.“

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