Ruwac auf der K-2016 Maßgeschneiderte Absaugsysteme für Feinststäube aus der Compositebearbeitung

Redakteur: Peter Königsreuther

Composites aus carbonfaser- oder glasfaserverstärkten Kunststoffen einzusetzen, liegt etwa bei Fahrzeug- und Flugzeugbauer im Trend. Die Bearbeitung erfolgt meist spanend, und dabei fallen auch Feinststäube an, die mit speziellen Absauglösungen sicher entfernt und zurück gehalten werden müssen. Ruwac zeigt entsprechende Systeme auf der K-2016 sowie auf der Composites Europe in diesem Jahr in Düsseldorf.

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Wenn Compositebauteile in Form gebracht werden, geschieht das meist mit spanenden Verfahren. Dabei fällt gesundheitgefährdender Staub an, den es sicher zu beseitigen gilt. Ruwac stellt dafür maßgeschneiderte Saugsysteme her, die das Unternehmen auf der K-2016 und auf der Composites Europe in Düsseldorf präsentieren wird.
Wenn Compositebauteile in Form gebracht werden, geschieht das meist mit spanenden Verfahren. Dabei fällt gesundheitgefährdender Staub an, den es sicher zu beseitigen gilt. Ruwac stellt dafür maßgeschneiderte Saugsysteme her, die das Unternehmen auf der K-2016 und auf der Composites Europe in Düsseldorf präsentieren wird.
(Bild: Ruwac)

In der Automobilindustrie und der Luftfahrttechnik – aber nicht nur dort – kommen laut Ruwac zunehmend Komponenten aus Compositematerialien, also aus Faserverbundkunststoffen, zum Einsatz. Der Wunsch nach gewichtssparenden Strukturbauteilen geht dabei einher mit verbesserten Fertigungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten der ebenso leichten wie stabilen Werkstoffe. Bei den einzelnen Fertigungsschritten, vor allem bei der Schleifbearbeitung von CFK- und GFK-Komponenten, sei aber eine wirksame Staubabsaugung dringend erforderlich, die das Unternehmen auf den beiden Fachmessen vorstelle.

Drei Gründe fürs effektive Absaugen:

Der erste Grund sind die Gesundheitsrisiken für das Personal: Die Polyesterharze, aus denen CFK- und GFK-Werkstoffe meist bestehen, setzen in der Aushärtephase Styroldämpfe frei. Die Gefahrstoffverordnung nennt für diese Bereiche einen Arbeitsplatzgrenzwert von 86 mg/m³. Bei der Weiterverarbeitung entstehen Stäube und Feinstäube, die lungengängig und damit gesundheitsgefährdend sind. Deshalb müssen die einschlägigen Anforderungen, beispielsweise von TRGS 900 und TRGS 905, erfüllt werden, um diese Prozesschritte überhaupt durchführen zu dürfen. Diese Technischen Regeln treffen Aussagen zur maximalen Staubkonzentration, die bei der Verarbeitung von glas-, carbon- und aramidfaserverstärkten Kunststoffen nicht höher als 6 mg/m³ sein sollte (bezogen auf den alveolengängigen Anteil mit Faserdurchmessern unter 3 µm).

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Zweitens sind die Stäube beziehungsweise Fasern von Verbundwerkstoffen so abrasiv, wie Ruwac betont, dass sie den Verschleiß an beweglichen Maschinenkomponenten, zum Beispiel an Antriebselementen oder an elektrischen Leitungen in Energieketten, stark beschleunigen. Und drittens sind die Stäube aus der Compositebearbeitung auch noch entzündlich, wenn sie in einem bestimmten Verhältnis mit Luftsauerstoff vorliegen. Deshalb muss ihr Anteil in der Umgebungsatmosphäre stets soweit minimiert sein, dass er unter dem kritischen Wert liegt, damit den geltenden Anforderungen des Explosionsschutzes genüge getan wird.

Die Messepräsenz in Düsseldorf

Wie die Anforderung der Absaugung wirksam und effizient in der Praxis der Kunststoff- und Compositeverarbeitung umzusetzen ist, zeige Ruwac deshalb auf der K-2016 in Halle 11, am Stand G01, die als weltweit bedeutendste Messe der Kunststoff- und Kautschukindustrie gilt. Und auch auf der Composites Europe 2016, die als Deutschlands führende Fachmesse für Verbundwerkstoffe anzusehen ist, ist Ruwac in Halle 8, am Stand D21 präsent. Für CFK- und GFK-verarbeitende Unternehmen projektiere Ruwac kundenspezifische mobile oder stationäre Absauganlagen auf Basis eines Modulsystems, das sich in der gesamten Branche der Kunststoffverarbeitung bewährt habe. Der Durchsatz, die Rückhalteraten der Filter und andere wichtige Parameter werden dabei individuell festgelegt, wie Ruwac sagt.

Für die Rückhaltung von gesundheitsgefährdenden Staubanteilen kommen dabei zumeist Filtersysteme der Staubklasse M zum Einsatz, die für diese sensible Anwendung gut geeignet sind und laut Ruwac auch Feinststäube mit Partikelgrößen von 1 bis 10 µm bei einem Abscheidegrad von 99,9 % zuverlässig zurückhalten. Derartige Anlagen, merkt Ruwac an, werden zum Beispiel in der Rotorblattfertigung von Windkraftanlagen eingesetzt, aber auch bei vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Kunststoffverarbeitung.

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