Verschraubung

Maßgeschneiderte Fügekonzepte für Batteriesysteme

Seite: 2/2

Firma zum Thema

Keine Durchdringung des unteren Fügepartners

Das zweite Beispiel aus dem Umfeld der Batteriesysteme ist das Ejoweld-Verfahren, ein Reibschweißen mit Reibelement. Hierbei besteht die Möglichkeit, mit einem robotertauglichen Reibelement-Setzgerät Mischverbindungen ohne Vorbehandlung zu fügen. Der Batterie-Rahmenkasten besitzt einen Boden, welcher in diesem Beispiel aus Gewichtsgründen aus Aluminium gefertigt ist. In einem mehrstufigen Setzprozess wird das Aluminium durchdrungen, die Oberfläche des Stahlwerkstoffes aktiviert, das Reibelement sowie das Grundblech plastifiziert und abschließend die Verschweißung ausgebildet. Es entstehen hierbei keine intermetallischen Phasen sowie eine dichte Fügestelle, da der untere Fügepartner nicht durchdrungen wird. Und da sich letztendlich auch die Herstellung des gesamten Batteriesystems an ihrem CO2-Fußabdruck messen lassen muss, bietet diese Technologie aufgrund der niedrigen Energiebilanz deutliche Vorteile gegenüber dem Alternativverfahren Widerstandspunktschweißen.

Im Batteriesektor sind Gehäuse aus stranggepresstem Aluminium sowie Schalen aus Aluminium-Guss marktüblich. Die Direktverschraubung in Leichtmetalle eignet sich hier in besonderer Weise. Ejot hat, passend für diesen Anwendungsfall, mit der Altracs Plus eine selbstfurchende Schraube zur Erreichung maximaler Festigkeiten in Leichtmetall-Werkstoffe im Produkt-Portfolio. Dieses innovative Verbindungselement kann direkt in gegossene Löcher verschraubt werden und somit Zeit- und Kosteneinsparungen erzielen. Mit der Altracs Plus werden beispielsweise Anbauteile, wie Stecker oder Batteriekasten-Elemente, an die Guss-Struktur verschraubt. Weitere Anwendungsbereiche, wie die dynamisch sichere Befestigung der Batteriedeckel oder der Batterie-Packs, sind bereits umgesetzt oder könnten realisiert werden.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich in aktuellen Batteriesystemen fast alle Verbindungs- und Fügetechniken wiederfinden. Die besonderen Anforderungen der Batterietechnik hinsichtlich Brandschutz, Crashsicherheit, Dichtheit oder die Hochvolttechnik, mit ihren strengen Sicherheitsvorschriften, verlangen von der Fügetechnik höchste Montagesicherheit und Leistungsfähigkeit. Durch die kurzen Entwicklungszeiten neuer Batterie-Generationen müssen die Hersteller in der Lage sein, kurzfristig neue, belastbare Fügetechniken und die entsprechenden Montagesysteme für die relevanten Materialpaarungen zu testen und global serienreif bereit zu stellen.

Der heterogene Materialmix von modernen Karosseriestrukturen erfüllt im Verbund höchste Ansprüche an Stabilität und Verwindungssteifigkeit der Karosserie. Den sehr hohen Anforderungen in diesem Anwendungsbereich muss auch die eingesetzte Fügetechnik genügen. Die unterschiedlichen Werkstoffe müssen langlebig und sicher verbunden werden – und dabei höchsten Belastungen standhalten.

Ejot

Innovative Fügetechnik unterstützt automobile Leichtbaukonzepte

(ID:46736899)