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Massivumformer leiden unter schwachem Maschinenbau

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Diesel-Affäre bei VW könnte Massivumformer weiter belasten

Auf die weitere konjunkturelle Entwicklung könnten sich die Abgasmanipulationen beim Großkunden VW sowie die Wachstumsschwäche in Entwicklungsländern belastend auswirken, wie der Verband weiter berichtet. Im Dezember schätzten die Unternehmer der Branche die Aussichten für das kommende Halbjahr dennoch positiver ein als in den Vormonaten.

Dazu mag beigetragen haben, dass die Diesel-Affäre bis dahin kaum in den deutschen und europäischen Absatzzahlen erkennbar war und zudem die chinesische Konjunktur Ende 2015 wieder stabiler erschien, wie es heißt. Dort ist zwar mit niedrigeren Wachstumsraten zu rechnen, gleichwohl durfte angenommen werden, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft und der größte Automobilmarkt auf Wachstumskurs bleiben.

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Das Jahr 2015 war laut Mitteilung geprägt von hohem Kostendruck und zunehmend schwierigeren Verhandlungen entlang der Lieferkette. Gleichwohl haben die mittelständischen, überwiegend familiär geführten Unternehmen der Massivumformung in Deutschland die Herausforderungen des zurückliegenden Jahres gemeistert und ihre Anteile am Weltmarkt behauptet.

Massivumformer fordern Entlastung bei den Energiewendekosten

Damit dies auch in Zukunft gelingen kann, muss die europäische Politik ihre Ankündigung, den Kontinent reindustrialisieren zu wollen, in entsprechenden Rahmensetzungen und Richtlinien umsetzen, fordert der Verband. Weitere Verschärfungen der Klima- und Energiepolitik – etwa als Resultat des positiv interpretierten Ausgangs der Weltklimakonferenz von Paris – wären diesbezüglich kontraproduktiv. Tutmann sagt: „Eine alternative Finanzierung der Energiewendekosten gehört dringend auf die politische Tagesordnung, spätestens im Vorfeld der nächsten Bundestagswahl. Das Risiko der schleichenden Deindustrialisierung in Deutschland muss endlich ernst genommen und konsequent bekämpft werden.“ Die Energiewende bleibe eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die gemeinschaftlich finanziert werden müsse. Und die Umlage für die Förderung erneuerbarer Energien sei bei weitem nicht die einzige Risikokomponente der Energiewende. Steigende Netzentgelte und weitere Umlagen etwa für die Erdverkabelung würden in ihrer Dimension zwar nicht die EEG-Umlage erreichen, dennoch führten diese Kosten ebenfalls zu Wettbewerbsnachteilen der produzierenden Industrie.

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 Stéphane Itasse

Stéphane Itasse

MM MaschinenMarkt