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Linearmotor-Modul Mechatronik statt Öl und Luft

| Redakteur: Stefanie Michel

Eine lineartechnische Alternative zu Pneumatikzylindern oder Hydraulikantrieben bietet Jung (JA²): Am Messestand auf der Motek 2016 zeigt das Unternehmen unter anderem die neuen Linearmotormodule seiner überarbeiteten Baureihe Four-Dynamic.

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Mit den Linearmodulen der Baureihe Four-Dynamic erhält der Kunde einen „mechatronischen Kraftprotz“ für hochdynamische und hochbelastbare Vorschub-Anwendungen, die sich mit Pneumatik- oder Hydrauliksystemen nicht oder nur suboptimal abdecken lassen.
Mit den Linearmodulen der Baureihe Four-Dynamic erhält der Kunde einen „mechatronischen Kraftprotz“ für hochdynamische und hochbelastbare Vorschub-Anwendungen, die sich mit Pneumatik- oder Hydrauliksystemen nicht oder nur suboptimal abdecken lassen.
(Bild: JA²)

Dabei handelt es sich um masseoptimierte Systemeinheiten mit integrierten Linearantrieben, die mit hoher Leistung beeindrucken sollen: Ausgelegt für Hübe von bis zu 350 mm erreicht beispielweise der stärkste Four-Dynamic mit einer Beschleunigung von 150 m/s² eine Geschwindigkeit von 5 m/s, wobei er Spitzenkräfte von bis zu 2700 N entfaltet. Laut Hersteller erhält der Kunde damit einen mechatronischen Muskelprotz für hochdynamische und hochbelastbare Vorschub-Anwendungen, die sich mit Pneumatik- oder Hydrauliksystemen nicht oder nur suboptimal abdecken lassen: es fehlt ihnen an Dynamik, Power und Flexibilität, weil sie zu langsam oder zu aufwändig sind, weil sie zu verschleißanfällig wären oder weil sie viel zu teuer würden.

Maximale Dynamik durch minimierte Masse

Die Linearmotormodule der Four-Dynamic-Baureihe sollen sich auch die durch ihre masseoptimierte, schlanke und dennoch extrem verdrehsteife Konstruktion auszeichnen. Herzstück der Module ist ein eisenbehafteter servomotorischer Direktantrieb tubularer Bauform für den Anschluss an 400-V-Drehstrom. Getriebe, Spindeln, Riemen oder ähnliche Maschinenelemente gibt es bei diesem System nicht. Da der Antrieb im gesamten Hubbereich frei positionierbar ist, erhält der Anwender zudem ein hochflexibles Linearsystem für viele verschiedene Montage- oder Bearbeitungsaufgaben. Im Dauerbetrieb erreichen die Four-Dynamics weitaus höhere Standzeiten als vergleichbare pneumatische oder hydraulische Systeme, so der Hersteller.

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JA² bietet dem Anwender passend zu den Modulen eine Auswahl verschiedener Positioniercontroller mit Wechselrichtern, Bahnsteuerung und Schnittstellen zu übergeordneten Steuerungen und etablierten Feldbussystemen an. Damit lassen sich sowohl Punkt-zu-Punkt-Aktionen für einfache handhabungstechnische Prozesse als auch Bewegungskurven für komplexe Abläufe realisieren.

Linearmotormodule für Montageprozesse

Typische Montage- und Bearbeitungsprozesse für die Four-Dynamic Linearmotormodule sind beispielsweise das Stanzen, Biegen, Prägen, Fügen, Pressen oder Verdichten; aber auch zum Dosieren, Stapeln, Sortieren, Zuführen, Prüfen oder Rütteln kommen sie zum Einsatz.

In der neusten, auf der Motek vorgestellten Generation besteht die Four-Dynamic Baureihe aus derzeit fünf Linearmodulen unterschiedlicher Größe für Hübe von 270 bis 350 mm und Spitzenkräfte von 557 bis 2700 N. Die Werte für die Höchstgeschwindigkeit (5 m/s) und maximale Beschleunigung (150 m/s²) sind für alle fünf Module gleich und lediglich durch die Lebensdauer der Wälzkörperführungen begrenzt.

Jung Antriebstechnik und Automation auf der Motek 2016: Halle 3, Stand 3114

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