Glasiger Leichtbau

Mehr Durchhaltevermögen für Rohr und Tank

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Nachhaltige Polyesterharz-Matrix aus alten PET-Flaschen

Jedes eingesparte Wartungsintervall und vor allem auch die langen Standzeiten wirkten sich bei den obigen Beispielen positiv aus. Eventuelle Mehrkosten rechneten sich aufgrund der genannten Faktoren ebenfalls schnell, sagt die AVK. Nicht zuletzt zeigen sich auch in diesem Werkstoffbereich neue Ansätze zum Recycling respektive zur Schonung von natürlichen Ressourcen, wie das folgende Beispiel zeigt.

Ineos Composites beispielsweise stellte kürzlich ein Konzept vor, durch das ungesättigte Polyesterharze (ein zentraler Grundstoff vieler Composite-Bauteile) zumindest anteilig aus dem Recycling von PET-Flaschen gewonnen werden kann. Die Verwendung von recyceltem PET (r-PET) schont natürliche Ressourcen und spart Energie im Produktionsprozess. Auch führt es zu geringen Treibhausgas-Emissionen und spart den Einsatz von Chemikalien. Hier das Prinzip der Idee:

Und Ineos Composites hat herausgefunden, wie man aus altgedienten PET-Flaschen das Matrixharz Polyester herstellen kann. Damit können die Verstärkungsfasern durchtränkt werden, um dann aus dem Faser-Harz-Verbund ein robustes Composite-Bauteil zu konsolidieren.
Und Ineos Composites hat herausgefunden, wie man aus altgedienten PET-Flaschen das Matrixharz Polyester herstellen kann. Damit können die Verstärkungsfasern durchtränkt werden, um dann aus dem Faser-Harz-Verbund ein robustes Composite-Bauteil zu konsolidieren.
(Bild: Ineos)

In jedem Fass, des von Ineos recycelten Harzes auf PET-Basis (220 Kilogramm), stecken im Durchschnitt 1.800 wiederverwertete PET-Flaschen und das bei sehr guter Materialperformance. Nutzbar ist das Material auch für die Rohr- und Tankfertigung, sagt die AVK. Dieser Erfolg soll verdeutlichen, dass Composites auch im Hinblick auf die Nachhaltigkeit keinen Vergleich zu anderen Materialien zu scheuen bräuchten.

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