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Verschraubung Mehr Sicherheit bei der Montage von Hydraulikleitungen

| Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Hydraulikleitungen können noch schneller uns sicherer montiert werden. Möglich macht dies eine Hochdruckverschraubung mit besonderer Gewindetechnik. Als weltweit erstes System kann bei der Montage anhand eines Gignalrings eine Ergebniskontrolle von außen erfolgen. Untermontagen werden sicher angezeigt.

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Ein konventioneller Gabelschlüssel reicht zum Schließen der Verschraubung aus. Der Signalring (gelb im Sichtfenster) gibt Hinweise bezüglich Montageweg und -kraft.
Ein konventioneller Gabelschlüssel reicht zum Schließen der Verschraubung aus. Der Signalring (gelb im Sichtfenster) gibt Hinweise bezüglich Montageweg und -kraft.
(Bild: Kraus)

Rohrleitungen über einen Schneidring leckagefrei abzudichten, ist in der Hochdruckhydraulik nach wie vor die überwiegende Verbindungsform. Die Verschraubungstechnik ist ausgereift und weitgehend durch Normen wie ISO, DIN und SAE, aber auch durch unternehmensspezifische Standards bestimmt.

Schluss mit Leckagen in Hydraulikleitungen durch falsche Montage

Dass es dennoch zu Leckagen in Leitungssystemen kommt, ist in der Regel auf unsachgemäße Montage zurückzuführen. Damit macht Parker Hannifin nun Schluss. Mit dem EO-3-System hat die Tube Fittings Division Europe des weltweit führenden Antriebs- und Steuerungsherstellers eine Verschraubung entwickelt, die sich einfacher, schneller, und sicherer als die Vorgängermodelle montieren lässt.

Erreicht wurden die Ziele mithilfe einer besonderen Gewindetechnik. Anders als bisherige Hochdruckverschraubungen basiert die Entwicklung auf einem 24°-Innenkonus mit integrierter Weichdichtung und einem kegelförmigen Verbindungsgewinde. Als weltweit erstes System ermöglicht die Verschraubung die Kontrolle des Montageergebnisses von außen.

Anhand eines gelben Signalrings erkennt der Monteur auf einen Blick, ob die Verschraubung fachgerecht erfolgt ist. Sogenannte Untermontagen oder sogar lose Verbindungen werden sicher angezeigt – auch im Falle der Wiederholmontage der Verbindung. Die Verschraubung hat quasi ein Gedächnis und „denkt über den Indikatorring mit“. Die Weichdichtung verbessert das Dichtverhalten bei hoher dynamischer Systembelastung.

Hochdruckverschraubung kommt mit wenig Platz aus

Weitere Vorteile sind ein sofort erkennbarer Gewindeeinlauf, eine schnelle manuelle Vormontage, ein niedrigerer Kraftaufwand und Platzbedarf bei der Montage. Die Installation erfordert weder einen Drehmomentschlüssel noch eine Schlüsselverlängerung. Ein herkömmlicher Gabelschlüssel reicht aus.

Die kompakte Konstruktion kommt den oft beengten Einbauverhältnissen entgegen. Ein geschützt im Verschraubungskörper vormontiertes Elastomer sorgt für zusätzliche Sicherheit. Ab einer Rohrgröße von 25 mm erhöht eine Achtkantmutter statt einer üblichen Sechskantmutter den Montagekomfort. Sie erleichtert den Zugang mit dem Gabelschlüssel bei beengten Einbauverhältnissen.

Bei Hydraulikschläuchen kann die Verschraubung auch zur Anwendung kommen. Wie bei den etablierten Modellen der EO-2-Verbindung ermöglicht ein Adaptor die problemlose Anbindung und somit eine Umrüstung oder Erweiterung ohne Mehraufwand. Das reduziert zum einen die Artikelvielfalt, wenn es um Verbindungssysteme für unterschiedliche Anwendungen und „Ausbaustufen“ geht. Zum anderen verringert es die Anzahl der Druckstufen: Bei der EO3-Verschraubung wird auf die bislang gängige Standardbaureihen-Klassifizierung LL, L und S verzichtet. Für alle Rohrgrößen gilt größenunabhängig eine einzige Druckstufe von 420 bar. Ausnahmen sind die typischen „L-Baureihen“ mit 22, 28, 35 und 42 mm Rohrdurchmesser und mit 250 bar. Wie etablierten EO-2- und F37-Verbindungen bietet die Verschraubung vierfache Sicherheit. Die Elastomerdichtungen werden anwendungs- und auch medienspezifisch ausgewählt.

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