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Mensch und Roboter arbeiten Hand in Hand

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Weil sich in der Elektronikfertigung ständig die Anforderungen an die Produkte ändern, muss damit auch die Arbeitsumgebung Schritt halten. Erforderlich ist hier eine modulare und damit rasch anpassbare Automation. Für ABB ist dies mehr als nur eine Vision. Es gibt bereits eine entsprechende Roboterzelle, die in einer realen Fertigungsumgebung werkelt, und zwar im ABB-Niederspannungsbereich. Dort montierten Roboter und Mensch in enger Zusammenarbeit bereits zigtausende Notaus-Schalter. „Wir arbeiten ebenfalls sehr eng mit anderen ausgewählten Blue Chip-Unternehmen zusammen, sodass wir mit getesteten und geprüften stabilen Lösungen auf den Markt gehen werden, die vom ersten Tag an reibungslos funktionieren“, bilanziert Per Vegard Nerseth.

Auf Zäune zwischen Mensch und Roboter verzichten

Wenn Mensch und Maschine sicher zusammenarbeiten, wirkt sich das auch auf die Werkzeuge in der Produktion aus. Wenn der Mensch heil bleibt, sollte das auch für die Greifsysteme gelten. Zählen sie doch zu den äußerst sensiblen Schlüsselelementen in Roboterzellen, die schon mal mit Investitionskosten von mehreren zehntausend Euro zu Buche schlagen. Stäubli hat für solche Fälle die Software-Funktionen Safe Tool und Safe Zone entwickelt. Diese überwachen permanent einen definierten Bereich um das End-of-Arm-Werkzeug. Erkennen Sensoren innerhalb der Sicherheitszone ein Hindernis, stoppt der Roboter vollautomatisch. Schäden an teuren Handhabungssystemen oder an der Prozessausrüstung lassen sich damit sicher vermeiden. Der Zusatznutzen dabei: Beim Verzicht auf physische Schutzeinrichtungen kommen Roboterzellen mit weniger Platz aus.

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Die enge Zusammenarbeit steigert die Effizienz

Sichere Roboter sind nicht einfach nur da, der Roboter ist im Grunde genommen eine unvollständige Maschine. Erst durch Greifer oder entsprechende Werkzeuge wird er zur vollständigen Maschine im Sinne der Maschinenrichtlinie. Damit ist für ihn eine Konformitätsbescheinigung erforderlich. „Die Effizienz von Roboterapplikationen steigt, je enger Mensch und Maschine zusammenarbeiten können. Gleichzeitig stellt dies auch höhere Anforderungen an die Sicherheit. Dabei erfordert jede Applikation eine eigene sicherheitstechnische Betrachtung“, erklärt Thomas Pilz, geschäftsführender Gesellschafter bei Pilz, das Dienstleistungsangebot für Robot Safety: Das Unternehmen unterstützt Anwender mit einem auf die einzelnen Lebensphasen eines Robotersystems abgestimmten Dienstleistungsportfolio: von der Prozessanalyse über die Risikobeurteilung bis hin zur erforderlichen CE-Kennzeichnung.

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