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Manufacturing-Execution-Systeme

MES-Einsatz kommt nur schleppend voran

| Redakteur: Jürgen Schreier

Kommt nicht recht in die Schuhe: der MES-Einsatz in Deutschland.
Kommt nicht recht in die Schuhe: der MES-Einsatz in Deutschland. (Bild: Freudenberg IT)

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Trotz guter Vorzeichen in den vergangenen zwei Jahren kommt der Einsatz von Manufacturing Execution Systemen (MES) zurzeit nur schleppend voran: Laut einer Follow-up-Umfrage im Auftrag der Freudenberg IT gab es beim MES-Einsatz gegenüber dem Vorjahr keine signifikante Veränderung.

„Das Optimierungspotenzial von MES ist noch lange nicht ausgeschöpft. Gleichwohl erwarten wir, dass die anhaltende Diskussion um Industrie 4.0 auch beim MES-Einsatz für Aufwind sorgen wird“, sagt Stefanie Naujoks, Analystin bei PAC. Ein Indiz, das diese Erwartung stützt, sind zum Beispiel die 67 Prozent der befragten Produktionsleiter, die angeben, MES bereits einzusetzen – immerhin 13 Prozentpunkte mehr als 2014. Offenbar ist das Bewusstsein für Industrie 4.0 im fertigungsnahen Bereich stärker ausgeprägt als bei IT-Entscheidern und im Management.

Industrie 4.0 – eher Theorie als Praxis

Kaum Änderungen zeigt der IT Innovation Readiness Index 2015 auch bei dezentral vernetzten, selbststeuernden Produktionsprozessen: 17 Prozent der Studienteilnehmer haben solche Prozesse inzwischen etabliert. 15 Prozent – und damit 2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr – planen, dies zu tun. „Als Brücke zwischen Shop Floor und Top Floor ist das MES eine zentrale Voraussetzung nicht nur für selbststeuernde Produktionsprozesse, sondern für die Industrie 4.0-Transformation insgesamt“, konstatiert Horst Reichardt, CEO der Freudenberg IT.

Nach dem Aufkommen des Megatrends vor zwei Jahren und ersten Projektansätzen 2014 entwickle sich die Industrie 4.0-Vision heute in einem Tempo, mit dem viele Unternehmen im fertigenden Mittelstand nicht schritthalten können. Eben darin sieht Reichardt eine große Gefahr für die deutsche Volkswirtschaft: „Die Schere zwischen Theorie und Praxis öffnet sich immer weiter. Noch geht es der hiesigen Fertigungsindustrie zu gut, sodass der objektive Handlungsdruck subjektiv nicht so deutlich spürbar ist.“ Bei anstehenden Industrie-4.0-Investitionen ließen viele Unternehmen lieber anderen den Vortritt und warteten stattdessen fertige Lösungen ab.

Zu langes Zögern gefährdet die Zukunft Deutschlands

„Zu langes Zögern gefährdet die Zukunft Deutschlands als Produktionsstandort, denn die globale Konkurrenz wartet nicht, sondern handelt schon jetzt“, mahnt der CEO und richtet zugleich einen dringenden Apell an Politik und Verbände, jetzt aktiv zu werden und den Mittelstand von der zukunftsentscheidenden Bedeutung der vierten industriellen Revolution zu überzeugen.

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