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Produktionsmanagement

MES spart Ressourcen und Energie

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„Es gibt eine Reihe von Anwendern, die beim Thema Ressourcenschonung bereits positive Erfahrungen mit der MMS gesammelt haben. Allerdings sind solche Erfahrungen immer sehr von der individuellen Fertigungssituation abhängig und lassen sich daher für eine allgemeinere Aussage nicht genauer spezifizieren“, so Hallila. Er ist jedoch eher skeptisch, wenn es darum geht, mit einem MES Energie zu sparen: „Kunden, die sich für ein flexibles Fertigungssystem von Fastems entscheiden, haben vor allem einen deutlichen Produktivitätsgewinn bei höherer Fertigungsflexibilität im Fokus und weniger Energieeinspareffekte. Mir ist diesbezüglich zumindest kein konkreter Fall bekannt.“

Transparenz in der Fertigung ist die Grundvoraussetzung für eine hohe Gesamtanlageneffektivität (OEE). Genau das ist das Ziel des Führungs- und Analysetools Shopfloor Management Cycle (SMC) von Bosch. Indem das Tool Betriebs- und Maschinendaten bündelt und transparent darstellt, können Produktionsverantwortliche die aktuelle OEE ermitteln. Dazu vergleichen sie anhand des SMC den Soll- und Istzustand von Stückzahlen, Takt- oder Zykluszeiten. Die Ergebnisse lassen sich übersichtlich anzeigen, zum Beispiel in Pareto-Diagrammen. Fehler wie Stillstände oder Produktstaus sind aufgrund dieser Daten leicht zu identifizieren und entsprechend schnell zu beheben. Dies erleichtert zudem die Optimierung von Produktionsplanung und -prozessen. „Dank der zusätzlichen ,Management-View‘-Funktion behalten Produktionsverantwortliche außerdem den Status ihrer Anlagen jederzeit im Blick – und das über mehrere Standorte hinweg“, erläutert Dr. Stefan König, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Packaging Technology.

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Den Energieverbrauch stets im Blick

Das Energy Monitoring von Bosch ermöglicht es, den gesamten Energieverbrauch der Fertigung zu überblicken. Entsprechende Sensoren ermitteln den Verbrauch, etwa von Strom oder Druckluft. Die gemessenen Daten werden in der Energy-Monitoring-Plattform aufbereitet und übersichtlich dargestellt. So lassen sich Fluktuationen, Lastspitzen und Unregelmäßigkeiten identifizieren sowie das Potenzial für Energie- und Kosteneinsparungen ableiten. Nutzer erhalten darüber hinaus einen umfassenden Einblick in den Energieverbrauch jeder einzelnen Maschine. Sie sehen auf einen Blick, wo Energie unnötig verbraucht wird oder eine Anlage nicht genügend ausgelastet ist. Auch lassen sich Fehler schnell erkennen, wenn etwa eine Maschine aufgrund einer Leckage deutlich mehr Druckluft verbraucht. So sparen Mitarbeiter Zeit bei der Fehlersuche, vermeiden unnötige Energiekosten und steigern Auslastung und Leistung der Anlagen.

Entwicklung geht weiter

„Neben den marktreifen Industrie-4.0-Technologien entwickeln wir fortlaufend neue Lösungen für die vernetzte Fabrik der Zukunft“, so König. „In nicht allzu ferner Zukunft werden wir viel mehr Intelligenz in die Maschinen bringen, sodass diese sich selbstständig an Veränderungen anpassen und Störungen vermeiden oder beheben.“ Zum Beispiel werde bei einer vertikalen Verpackungsmaschine durch einen integrierten Sensor das Fallen des Produktes exakt erfasst. Die Maschine passe damit die Siegelbewegung sowie die Mehrkopfwaage entsprechend automatisch an. „Dadurch lässt sich die Geschwindigkeit der Maschine maximieren, ohne dass ein Produkt in der Quernaht eingesiegelt wird. So entsteht Produktivität auf neuem Level!“

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Über den Autor

Reinhold Schäfer

Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt