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Forum Effektive Fabrik 2008

MES wird „kriegsentscheidend“ sein

25.06.2008 | Redakteur: Jürgen Schreier

Dipl.-Ing., Roland Bent, Geschäftsführer der Phoenix Contact GmbH & Co. KG: „Deutschland bei internationalen Investoren als Standort überaus attraktiv – gerade wegen der Verbindung von Innovation und Produktion. Ein reiner Innovationsstandort kann auf die Dauer nicht überleben. Innovation braucht auch immer die Anwendung, die Produktion.“ Bilder: Schreier
Dipl.-Ing., Roland Bent, Geschäftsführer der Phoenix Contact GmbH & Co. KG: „Deutschland bei internationalen Investoren als Standort überaus attraktiv – gerade wegen der Verbindung von Innovation und Produktion. Ein reiner Innovationsstandort kann auf die Dauer nicht überleben. Innovation braucht auch immer die Anwendung, die Produktion.“ Bilder: Schreier

Produktiv am Standort Deutschland: Für Phoenix Contact ist das Normalität. Wie der Blomberger Automatisierer, der zwei Drittel seines Umsatzes am Weltmarkt erzielt, dies konkret macht – darüber unterhielt sich MM Online am Rande des Forums Effektive Fabrik am 20. Juni 2008 mit Geschäftsführer Roland Bent.

MM: Herr Bent, Ihr Unternehmen, die Phoenix Contact GmbH & Co. KG, hat im vergangenen Jahr eine Milliarde Euro Umsatz gemacht. Worauf führen Sie diesen Erfolg zurück?

Bent: Wir sind ein Unternehmen, das sehr stark auf Innovation setzt. Das heißt, wir versuchen uns zu differenzieren in unseren Produkten, durch die Eigenschaft der Produkte, durch immer wieder neuen Nutzen und neuen Mehrwert, den wir für unsere Kunden schaffen. Wir treten international auf, sind ein global agierendes Unternehmen. Zwei Drittel unseres Umsatzes machen wir heute auf internationalen Märkten. Aber Phoenix Contact ist immer noch sehr stark in Deutschland verwurzelt. Das heißt, hier wo der überwiegende Teil unserer Entwicklungsmannschaft sitzt, hat unser Unternehmen auch eine sehr starke Produktion. Trotz unserer Präsenz auf dem Weltmarkt produzieren wir 75 Prozent unseres Umsatzes in Deutschland. Und wir sind absolut wettbewerbsfähig, weil wir in der Produktion auf innovative Prozesse setzen.

MM: Was spricht heute noch für den Standort Deutschland?

Bent: Deutschland ist ein sehr attraktiver Standort und er hat sich eigentlich in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Im Grunde müssen wir endlich aufhören, den Standort Deutschland immer wieder schlecht zu reden. Wir haben hier wesentliche Vorteile, zum Beispiel eine hervorragende Infrastruktur. Wir haben außerdem das Wissen unserer Menschen in Deutschland und die Innovationskraft dieses Standortes, die international sehr, sehr hoch bewertet wird. Deutschland ist bei internationalen Investoren als Standort außerordentlich attraktiv – gerade wegen der Verbindung von Innovation und Produktion. Dies macht seine Stärke aus. Ein reiner Innovationsstandort kann auf die Dauer nicht überleben. Innovation braucht auch immer die Anwendung, die Produktion. Wir haben heute beides in Deutschland. Und wir haben große Anwendergruppen für unsere Produkte in Deutschland, sodass eine direkte Befruchtung unserer Entwicklungsabteilungen durch die Anwendung stattfinden kann.

 

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