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Automatica 2014

Messe München präsentiert Industrie 4.0 zum Anfassen

| Redakteur: Ulrike Gloger

Individuelle Produkte so kostengünstig wie aus der Fließfertigung: Industrie 4.0 macht's möglich.
Bildergalerie: 1 Bild
Individuelle Produkte so kostengünstig wie aus der Fließfertigung: Industrie 4.0 macht's möglich. (Bild: Thomas Plettenberg)

Die Automatica macht das Thema Industrie 4.0 greifbar. Die Sonderschaufläche „Smart Factory“ in Halle A5 verdeutlicht anhand eines Demonstrators den Zusammenhang zwischen Industrie 4.0 und der Produktion und zeigt die fertigungsrelevanten Anwendungen.

Durch die vierte industrielle Revolution soll die völlige Flexibilisierung der Fertigung erreicht werden – auf der einen Seite so anpassungsfähig wie eine Handwerkstatt und auf der anderen Seite so kostengünstig wie eine Fließbandfertigung.

Individualisierung und Automation gehen zusammen

Hingucker auf der Sonderschau „Smart Factory“ während der Automatica ist ein Demonstrator mit Erlebnischarakter. Dieser entsteht unter der Federführung der Technischen Universität München und soll die Kernfunktionen von Industrie 4.0 abbilden, insbesondere die so genannte „Losgröße 1“: starke Individualisierung der Produkte unter den Bedingungen einer hoch flexibilisierten Serienproduktion. Roboter oder Handlingsysteme auf den Ständen verschiedener Anbieter bearbeiten ein Produkt gemeinsam (etwa Laserschneiden, Spritzgießen, Gravieren, Verpacken).

Der Messebesucher kann ein Produkt per Smartphone, Tablet oder Laptop auswählen, den Status seines Auftrags beobachten, bei Warteschlangen die Bearbeitungsart ändern oder einen Auslieferungszeitpunkt wählen. Ein Agentensystem analysiert die notwendigen Produktionsschritte und die vorhandenen Ressourcen. Ein Roboter transportiert das entstehende Produkt zwischen den Messeständen.

Agentenplattform ermöglicht maschinenübergreifende Kommunikation

Der Vorteil liegt in einer so genannten „Agentenplattform“. Sie teilt über einfachste Schnittstellen die Services des jeweiligen Roboters auf Anfrage mit und ermöglicht so eine maschinenübergreifende Kommunikation. Das Know-how sowie die Maschinen- und Prozessdaten bleiben durch Repräsentation der Anlage durch einen Agenten unangetastet.

Die Inhalte können die Besucher in einem Begleitforum vertiefen. Fachleute aus Industrie und Wissenschaft stellen neue Geschäftsmodelle für Industrie 4.0 vor. Schwerpunktthemen sind: neue Geschäftsmodelle, Anpassung der Standards inklusive der Sicherheit, Herausforderungen für Organisation und Change Management, die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation, die Migration des bestehenden Maschinenparks sowie das Internet der Dinge.

Ergänzendes zum Thema
 
Vortragsreihe Industrie 4.0

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