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Forschung an Universitäten Messestand als lebendes Exponat

Redakteur: Nadine Schweitzer

Ein Messestand in einer carbonfaserverstärkten und in einem robotischen Wickelprozess realisierten Leichtbaustruktur zeigt Entwurfsspielräume für Bauten auf.

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Ein Roboter baut während des Messebetriebs weiter an dem Messestand und demonstriert dabei modernste Prozesstechnologie.
Ein Roboter baut während des Messebetriebs weiter an dem Messestand und demonstriert dabei modernste Prozesstechnologie.
(Bild: Universität Stuttgart)

Auf dem „Baden-Württemberg Gemeinschaftsstand“, der von Baden-Württemberg International (bw-i), dem Kompetenzzentrum des Landes zur Internationalisierung von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, organisiert wird, stellt auch die Universität Stuttgart wieder Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten vor.

Als Clou des gesamten Auftritts in der Forschungshalle 2 ist der Messestand angelegt. Er wurde als eine Art lebendes Exponat konzipiert, das während des Messebetriebs von einem Kuka-Roboter weitergebaut wird und dabei modernste materialeffiziente Konstruktions- und Prozesstechnologie demonstriert.

Die carbonfaserverstärkte Leichtbaustruktur des Messestands wurde durch computergestützte Entwurfs- und Simulationswerkzeuge und einen neuartigen, kernlosen robotischen Wickelprozess für Faserverbundbauteile realisiert. Die für die Konzeption und Fertigung des Messestands verantwortlichen Institute für computerbasiertes Entwerfen und Baufertigung (ICD) und für Tragkonstruktionen und konstruktives Entwerfen (ITKE) wollen auf diese Weise Entwurfsspielräume für Architekten und Baubetriebe sichtbar machen.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ebenfalls in der Halle 2 betriebenen Forschungscampus Arena 2036 für Mobilität und Produktion der Zukunft zeigt das junge Stuttgarter Unternehmen Thing OS sogenannte Smart Space Apps, mit denen die sichere Kommunikation zwischen Geräten unterschiedlicher Technologien und Hersteller möglich ist. Am Messestand wird unter anderen die Verknüpfung von Echtzeitbussensoren mit kabellosen Sensoren und mobilen Endgeräten vorgeführt.

Das Zentrum für Simulationswissenschaft (SC Simtech) der Universität Stuttgart gibt Einblicke in seine Arbeiten an einem digitalen Zwilling des Menschen, mit dem sich das physikalische Verhalten des menschlichen Körpers besser verstehen lassen soll. Geforscht wird unter anderem über die Wechselwirkung zwischen der neuronalen Ansteuerung von Bewegung und dem Muskel-Skelett-System, die bei Prothesen eine zentrale Rolle spielt. Der derzeitige Stand wird auf der Messe an einem Roboter demonstriert, der an das menschliche Bein angelehnt ist und durch künstliche Muskeln angetrieben wird.

Weitere Ergebnisse und Exponate gibt es unter anderem zur Quantenforschung, neuen Werkstoffen und zur Energietechnik.

Universität Stuttgart auf der Hannover Messe: Halle 2, Stand A18.

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