Suchen

Interpart/Surfacts/Medipart

Messetrio mit Synergieeffekten

| Autor/ Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied. Dass dieses Gleichnis auch für Zulieferketten gilt, verdeutlicht das Messetrio aus Interpart, Surfacts und Medipart, das der US-amerikanische

Firmen zum Thema

Eine Baugruppen- oder Systemzulieferung erfordert Abstimmung in Zulieferketten. Die Kontakte dazu werden häufig auf Messen geknüpft.Bild: Canon/Schulz
Eine Baugruppen- oder Systemzulieferung erfordert Abstimmung in Zulieferketten. Die Kontakte dazu werden häufig auf Messen geknüpft.Bild: Canon/Schulz
( Archiv: Vogel Business Media )

Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied. Dass dieses Gleichnis auch für Zulieferketten gilt, verdeutlicht das Messetrio aus Interpart, Surfacts und Medipart, das der US-amerikanische Veranstalter Canon Communications Anfang Juni in Karlsruhe erstmals „auflaufen“ lässt. Rund 300 Aussteller werden dabei sein, um zu zeigen, dass Zulieferer heute weit mehr leisten als reine Lohnfertigung. Sie haben sich zu Baugruppen- und Systemlieferanten weiterentwickelt. Inzwischen ist die Branche für einen Großteil der Produktwertschöpfung verantwortlich.

Das zeigen die Aussteller der drei Messen anhand der Zulieferung in technischen Anwendungsbereichen: vor allem im Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Medizintechnik, für die erstmals in Karlsruhe mit der Medipart eine eigene Zuliefermesse geschaffen wurde. Sie erweitert das bisherige Branchenspektrum.

Medizintechnik-Zulieferer erhalten eigene Plattform

Damit wird man laut Veranstalter den Ausstellern gerecht, die auf diesem wachsenden Anwendungsmarkt ein Standbein haben, jedoch auch von Überschneidungen der Besucherbranchen auf den drei Messen profitieren wollen. Mit dieser Strategie sammelte Canon frühzeitig positive Erfahrungen. Man gehöre weltweit zu den ersten großen Veranstaltern, die mehrere Fachmessen zeitgleich an einem Ort durchführten.

Voraussetzung dafür sind Synergieeffekte, die etwa ein Drittel aller Aussteller von der Medipart erwartet. Sie verweisen dabei auf die hohe Fertigungsqualität, die den Zulieferern am Markt für medizintechnische Geräte abverlangt wird: vor allem was Genauigkeit und Sauberkeit betrifft. Wer diese Ansprüche erfülle, so heißt es, genüge auch den Anforderungen in anderen Branchen.

Zulieferer wollen sich unterschiedlichen Branchen präsentieren

So kommt der Keramikspezialist Sembach, Lauf bei Nürnberg, nach Karlsruhe, um sich als Zulieferer für unterschiedliche Branchen zu präsentieren. Andere Aussteller treten dazu gemeinschaftlich auf, weil Anwendungsflexibilität, Investitions- und Fertigungsaufwand immer häufiger eine Spezialisierung erfordern, wie der Aussteller Kern Micro- und Feinwerktechnik, Murnau, verdeutlichen wird. Er hat sich auf die mechanische Präzisionsbearbeitung spezialisiert.

Moderne Zulieferketten bestehen aus Spezialisten mit Kompetenz bei bestimmten Fertigungsverfahren. Meist ist es das Gießen, Schmieden, Umformen, Zerspanen oder die Kunststofftechnik, wenn man das Produktspektrum der Aussteller als Maßstab verwendet. Dazu kommt die Oberflächenveredelung und -beschichtung, deren Spezialisten in Karlsruhe die Surfacts bilden. Vom Messetrio werden laut Veranstalter komplette Zulieferketten abgedeckt, inklusive Engineering- und Montagearbeiten, die inzwischen zum Repertoire von Baugruppen- und Systemlieferanten gehören.

Das soll unter anderem auf dem Stand niederländischer Maschinenbau-Zulieferer deutlich werden. Er ist einer der ausländischen Gemeinschaftsstände und wird vom niederländischen Zulieferverband Nevat organisiert, der darauf verweist, dass die Verantwortung eines Lieferanten nicht mit der Systemauslieferung enden muss. Niederländische Zulieferer übernähmen sie über die gesamte Maschinenlebensdauer.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 255895)