Linearführung Metallbauteile sicher beschichten

Autor / Redakteur: Klaus-J. Hermes / Stefanie Michel

Um Metallbauteile zu beschichten, wird mehr und mehr Cladding eingesetzt. Die Maschinen arbeiten mit teuren Lasern und ähneln Werkzeugmaschinen. Die Schiebetürsysteme zum Schutz der Bediener nutzen robuste, wartungsfreundliche Linearführungen .

Anbieter zum Thema

Für die Schiebetürsysteme, die Grundlage der Maschinensicherheit und für die Abschirmung des Lasers erforderlich sind, setzt Hornet Linearführungen von Rollon ein.
Für die Schiebetürsysteme, die Grundlage der Maschinensicherheit und für die Abschirmung des Lasers erforderlich sind, setzt Hornet Linearführungen von Rollon ein.
(Bild: Hornet)

Das Beschichten von Metalloberflächen mit einem anderen Metall – „Cladding“ genannt – setzt sich langsam aber sicher durch. Einer der Gründe sind die neuen Reach-Bestimmungen für den Einsatz von Chrom(VI) seit September 2017. „Laser-Cladding ist mittlerweile eine ausgereifte Technologie, aber wegen der hohen Kosten des Lasers noch recht teuer“, sagte Jelmer Brugman, Gründer und Geschäftsführer von Hornet Laser Cladding, einem jungen Unternehmen im niederländischen Lexmond, das sich mit der Entwicklung und dem Bau von Maschinen zum Laserauftragschweißen (Laser-Cladding) beschäftigt. „Vorteil des Lasers gegenüber dem Lichtbogenschweißen ist eine bessere Beherrschung des Schmelzbades. Auch die Haftung der Lage wird durch den Einsatz des Lasers stark verbessert. Darüber hinaus wird bei einer Laserbeschichtung weniger Zusatzmaterial benötigt und die Nachbehandlung ist weniger aufwendig.“ Laut Brugman verlangt das Cladding Spezialkenntnisse, die noch nicht überall verfügbar sind. „Es ist noch einiges an Arbeit nötig, um die Vorteile des Claddings bekannter zu machen.“

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Einsatz von Laser-Cladding wird stetig zunehmen

Brugman hat Werkzeugbau studiert, sich im Lauf der Zeit aber immer weiter auf Metallkunde und Schweißen spezialisiert. Bei seinem letzten Arbeitgeber, Stork Gears & Services, hat er sich seit 2005 gründlich mit dem Laser-Cladding beschäftigt. Nach einer Zeit als externer Berater gründete er 2013 das Unternehmen Hornet Laser Cladding, als er mit dem Bau von drei Maschinen zum Laserauftragschweißen befasst war. Bei dem Unternehmen, das in nächster Zeit in größere Räume umziehen wird, arbeiten zurzeit sechs Mitarbeiter. „Ich erwarte, dass der Einsatz des Laser-Claddings in der Zukunft stetig zunehmen wird. Aktuell ist Cladding eine Technologie, die vor allem bei teuren Teilen eingesetzt wird, deren Lebensdauer man damit erheblich verlängern kann. Aber abhängig von dem Maß, in dem die Preise für die Laser sinken und die Schmelzgeschwindigkeiten steigen, wird die Serienproduktion immer attraktiver.“

Was ist Cladding? Beim Cladding wird eine dünne Lage Metall per Lichtbogenschweißen oder mit einem Laser auf eine Metalloberfläche aufgebracht. Diese Beschichtung kann beispielsweise aus Nickel- oder Kobaltlegierungen, aber auch aus Edelstahl oder carbidhaltigen Metallen bestehen.
Cladding wird insbesondere dazu eingesetzt, Korrosion oder Verschleiß zu verhindern. Es kann auch dazu dienen, Metallteile temperaturbeständiger zu machen oder ihre elektrische Leitfähigkeit zu erhöhen.
Der Prozess funktioniert ähnlich wie beim Schweißen: Die Oberfläche des Metalls wird erhitzt, wodurch sie schmilzt, und die Deckschicht kann aufgeschweißt werden. Es entsteht eine deutlich sichtbare Schweißspur mit einer Breite von 1 bis 24 mm. Nach der Beschichtung wird die Oberfläche nachbehandelt.

Maschinenbauer bevorzugt Standardisierung

Brugman vergleicht eine Laser-Cladding-Maschine mit einer umgekehrt funktionierenden Drehbank oder Fräsmaschine. „Diese Maschine zerspant jedoch nichts. Hauptkomponenten der Laser-Cladding-Maschine sind der Laser, der Roboter und das Steuerungssystem. Das alles befindet sich in einem kastenförmigen Gehäuse. Zudem gibt es noch einige Werkzeuge und Zusatzgeräte.“ Die Ausführung der Maschine kann an die Anwendung angepasst werden, aber Hornet strebt nach einem gewissen Maß an Standardisierung, um den Herstellungspreis niedrig zu halten. Bei der Wahl der Lieferanten für die Teile und Komponenten geht Hornet von der Anwendung und den Spezifikationen des Auftraggebers aus. „Wir selbst bevorzugen bestimmte Lieferanten und Marken, berücksichtigen aber auch die Wünsche des Kunden. Falls der Auftraggeber mit einer bestimmten Marke von Robotern arbeitet, ist es im Hinblick auf die Wartung und Unterhaltung nicht sinnvoll, eine andere Marke zu verwenden.“

Schiebetürsysteme für die Abschirmung des Lasers

Für die Schiebetürsysteme, die Grundlage der Maschinensicherheit und für die Abschirmung des Lasers erforderlich sind, setzt Hornet Linearführungen von Rollon ein. Je nach Maschine und den Umständen werden verschiedene Typen von Linearführungen verwendet. Für eine der neueren Maschinen hat Hornet beispielsweise die Linearrollenlager TEX45 aus der X-Rail-Serie eingesetzt. Diese Führungen und die Laufwagen bestehen aus Edelstahl und widerstehen daher gut Korrosion, Verschmutzung und sehr hohen Temperaturen, wodurch sie auch in industriellen Umgebungen einwandfrei funktionieren.

Für eine andere Maschine wurden die Teleskopschienen LPS38-473 aus der Light-Rail-Serie geliefert. Diese leichten Teleskopführungen widerstehen großen Belastungen und nehmen Stöße elastisch auf. Sie sind wartungsfreundlich und haben eine lange Lebensdauer. Hinsichtlich der Qualität der Führungen lobt Brugman die Beratung von Rollon, welche Führungen in den Cladding-Maschinen am zweckmäßigsten eingesetzt werden sollten.

Rollon auf der Hannover Messe 2019: Halle 17, Stand C32

* Klaus-J. Hermes ist Marketingleiter bei der Rollon GmbH in 40589 Düsseldorf, Tel. (02 11) 9 57 47-0, info@rollon.de

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:45693220)