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Composites Area auf der Metav 2014 Metav-Schwerpunkt Composites unterstreicht die FVK-Markttrends

| Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

Die Marktentwicklung für Faserverbundwerkstoffe ist sehr gut, wie die jüngsten Umfragen zeigen. Faserverstärkte Kunststoffe werden dabei nicht nur im Automobilbau immer stärker eingesetzt. Parallel dazu werden die Teile immer komplexer. Gute Aussichten für Compositespezialisten aller Couleur.

(Bild: CCeV )

Die jüngsten Umfragen zur Marktentwicklung von glas- und carbonfaserverstärkten Kunststoffen, die von AVK (Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V.) und CCeV (Carbon Composites e.V) durchgeführt wurden, lassen die Herzen von Faserverbundspezialisten höher schlagen. So hat sich die Entwicklung des CFK-Marktes laut CCeV-Experte Bernhard Jahn in den letzten Jahren weiter gesteigert und der globale Bedarf ist im Vergleich zu 2012 von 43.500 t auf 48.000 t gewachsen. Bis zum Jahr 2015 erwarten die Experten einen Anstieg um weitere 20.000 t. Laut CCeV wurde alle angekündigten Kapazitätserhöhungen umgesetzt und die etablierten Firmen sowie einige Newcomer haben begonnen, ihre Marktposition auszubauen.

Die vermutete CFK-Entwicklung bis zum Jahr 2020 im Detail

Das Unternehmen Toray hat 2013 etwa die CFK-Kapazität auf über 21.000 t ausgebaut. Die russischen Unternehmen Argon Ltd. und Alabuga Fibers LLC zählen zu den Neulingen und steigerten die Produktion auf je 1500 Tonnen pro Jahr. Taekwang Industrial Co. Ltd. aus Südkorea begann erst im März 2012 mit der CFK-Produktion und liegt heute bereits auf dem Niveau der beiden russischen Marktbegleiter. Die von der Zoltek Corporation angekündigten Investitionsvorhaben sind geglückt, wodurch das Unternehmen nun über eine Gesamtkapazität von über 17.500 Tonnen im Jahr verfügt, und die SGL Group übernahm 86 % der Anteile des portugiesischen Faserherstellers Fisipe, womit sich der Carbonfaserhersteller eine weitere Rohstoffquelle erschließt. Alles in allem ergibt sich aus allen Daten für 2013 eine globale theoretische CFK-Gesamtkapazität von 111.500 t. Gut ein Viertel davon steht in Europa bereit, mit einem ähnlichen Kapazitätswert in Japan und den USA. Danach ist China mit 11 % der viertgrößte global agierende CFK-Mitspieler.

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Prepregeinsatz dominiert CFK-Verarbeitung

Bei der Herstellung von CFK-Werkstoffen und -bauteilen werden unterschiedliche Produktionsverfahren eingesetzt, die für die verschiedenen Faserwerkstoffhalbzeuge benötigt werden. Im Vergleich zum Jahr 2012 hat sich hier aber nur Unwesentliches verändert. Nach wie vor dominiert hier der Einsatz von Prepregs. Rund 54 % der global produzierten Carbonfasern werden für deren Herstellung verwendet, davon 42 % auf Basis von unidirektionalen Gelegen und 12 % fließen in Gewebe ein. 5 % der Carbonfasern werden zu Halbzeugen wie Gewebe, Geflechten usw. verarbeitet, aus denen dann ihrerseits über einen Infiltrationsprozess (RTM) CFK-Bauteile gefertigt werden. Das Wickelverfahren mit circa 15 % sowie der Pultrusions-Prozess mit etwa 8 % sind ebenfalls wichtige Verfahren bei der CFK-Herstellung. Analysten schätzen den CFK-Markt als solide ein – mit hohem Steigerungspotenzial. Man geht von mindestens 13 %, Optimisten von 17 % jährlichem Wachstum aus. Die Experten erwarten für 2020 ein Marktvolumen zwischen 25,2 und 36 Mrd. US-Dollar.

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