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Metav 2018

Metav setzt Praxistauglichkeit in den Fokus

| Redakteur: Andrea Gillhuber

Als Treffpunkt für Hersteller, Anwender und Investoren setzt die Metav 2018 die praktische Anwendung in den Mittelpunkt.
Als Treffpunkt für Hersteller, Anwender und Investoren setzt die Metav 2018 die praktische Anwendung in den Mittelpunkt. (Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)

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Als Treffpunkt für Hersteller, Anwender und Investoren eröffnet die Metav das Messejahr 2018 für die Metallbearbeitende Industrie. Der Fokus der Messe liegt in der Gesamtbetrachtung aller produktionstechnischen Zusammenhänge der Metallbearbeitung, ihrer technologischen Vernetzungen und der Verzahnungen der vor- und nachgelagerten Prozesse. Das Besondere: Im Mittelpunkt steht die Praxistauglichkeit.

Industrie 4.0, Digitalisierung, Big Data, Energie- und Ressourceneffizienz, Vernetzung – diese Megatrends beeinflussen unser Leben in allen Bereichen, im privaten wie auch im beruflichen Umfeld. Für die Industrie ergeben sich daraus unendlich viele Chancen und Möglichkeiten. Und ebenso viele Fragen, auf die es Antworten zu finden gilt. Wie lässt sich das Konzept der Industrie 4.0 auf meine Produktion übertragen? Welchen Mehrwert bringt die Digitalisierung für mich und für meine Kunden? Welches Einsparpotenzial ergibt sich aus einer verbrauchsoptimierten Fertigung?

Viele Fragen und keine allgemeingültige Antwort. Orientierung in diesem Dschungel der Möglichkeiten bieten Fachmessen wie die Metav in Düsseldorf. Von traditionellen Verfahren wie der Zerspanungstechnik bis hin zu neuen Technologien wie der Additiven Fertigung bildet der Branchentreff der Produktionstechnik die gesamte Wertschöpfungskette des produzierenden Gewerbes mit all ihren Facetten ab. Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Messeveranstalters VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.): „Alle Produktbereiche werden auf der Metav 2018 gut abgebildet, angefangen bei Software über Maschinen bis hin zu Werkzeugen, fertigungsnaher Messtechnik und Steuerungen. Vor allem Softwarethemen wie CAD, CAM und Simulationssoftware stoßen bei den Besuchern auf hohes Interesse.“

Vier Areas greifen aktuelle Trends auf

Für eine bessere Orientierung auf der Messe sind die Produktbereiche nach Produktgruppen aufgeplant. Allerdings hat sich der Messeveranstalter VDW dazu entschieden, mit vier Areas in sich geschlossenen Themengebieten eine aufmerksamkeitsstarke Plattform zu bieten. Die vier Areas sind:

  • Quality Area: Hier präsentieren Hersteller von Fertigungsmess- und Prüftechnik ihre neuesten Entwicklungen. Diese sind für den Qualitätsprozess unverzichtbar. Von der Messung über Tools zur Datenauswertung bis hin zur Prozessteuerung und Qualitätskontrolle sind alle Aspekte der Qualitätssicherung abgebildet.
  • Moulding Area: Damit wird einem etablierten Anwendungsfeld der Metallbearbeitung, dem Werkzeug-, Formen- und Modellbau, eine breite Plattform gegeben, denn neben konventionellen Verfahren finden immer neue Prozesstechnologien den Weg in diesen Industriezweig. Ein Beispiel: die laserunterstützte Fertigung für die Feinstrukturierung von Designoberflächen.
  • Additive Manufacturing Area: Die Additive Fertigung bewegt sich langsam raus aus der Nische. In der Industrie tauchen immer mehr Anwendungen auf, für die das Verfahren eine kostengünstige Alternative zu konventionellen Produktionstechniken darstellt. Die Sonderschau bedient die wachsende Nachfrage.
  • Medical Area: Die Medizintechnik ist ein Zukunftsmarkt. Der demografische Wandel sowie die wachsende Weltbevölkerung lassen den Bedarf an Medizinprodukten steigen – und mit ihm die Nachfrage nach entsprechenden Fertigungsverfahren in diesem Bereich. Die Metav zeigt auf der Area das Innovationspotenzial sowie den technologischen Fortschritt bei der entsprechenden Fertigungstechnik.

B2B-Konferenz „Inside 3D Printing“ parallel zur Metav

Dass die Metav der Additiven Fertigung eine eigene Area widmet, verwundert nicht. Das Produktionsverfahren etabliert sich langsam in der Industrie. Schäfer: „Die Additive Fertigung ist noch nicht in der Massenproduktion angekommen – dafür wäre sie auch nicht das richtige Verfahren. Aber es gibt industrielle Anwendungen. Von Kundenseite gibt es gerade einen wachsenden Bedarf und von Anbieterseite entsprechende Weiterentwicklungen, um solche Maschinen in ein industrielles Umfeld einzubinden. Das schließt die gesamte Prozesskette mit ein: von der Entwicklung einer Geometrie mithilfe von Software über die Fertigung mit der Maschine und der Entnahme des Bauteils bis hin zur Nachbearbeitung. Schließlich müssen überschüssiges Pulver sowie etwaige Stützstrukturen mechanisch spanend entfernt sowie Funktionsflächen, Bohrungen und Gewinde angebracht werden. Es ist also jetzt schon der Trend zu erkennen, die Additive Fertigung in die industrielle Produktion einzubinden.“

Wie wichtig das Fertigungsverfahren für die Industrie ist, zeigt auch die B2B-Konferenz Inside 3D Printing, welche im Rahmen der Metav stattfindet. Mit rund 10.000 Besuchern ist die Veranstaltungsreihe die größte der Branche. Neben Düsseldorf macht die Konferenz in diesem Jahr unter anderem auch noch Station in Singapur, Sydney, New York und Tokyo. „Die Inside 3D Printing bietet als internationaler Branchentreff die Gelegenheit, mit hochkarätigen Referenten und Unternehmen ins Gespräch zu kommen“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Franz-Josef Villmer von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Programmdirektor der diesjährigen Konferenz. Im Rahmen der Veranstaltung diskutieren internationale Experten und Unternehmen über die Möglichkeiten der Additiven Fertigung. „Mit Dr. Phil Reeves und Prof. Thierry Rayna beispielsweise haben wir echte Pioniere und Vordenker der Additiven Fertigung gewinnen können, auf deren Keynotes sich die Besucher unbedingt freuen sollten. Dass sich ihren einführenden Gedanken durchgehend exzellent besetzte Panels und Fachsessions anschließen, ist nicht alltäglich und macht uns ein kleines bisschen stolz.“

Neben Erfolgsgeschichten wie Rapid Prototyping oder dem 3D-Druck von Verbrauchsmaterialien, chirurgischer Implantate oder dem Bioprinting menschlichen Gewebes werden auch neue Geschäftsmodelle präsentiert. Als Beispiel dient hier die Protiq GmbH, ein Tochterunternehmen von Phoenix Contact. Deren Industriekunden laden Daten ihrer 3D-Modelle auf die Protiq-Webseite hoch, wählen das gewünschte Material und erteilen einen Druckauftrag. Die Modelle werden dann innerhalb weniger Tage gedruckt und weltweit verschickt. „Die Qualität ist bei manchen Verfahren so hoch, dass eine intensive Nachbearbeitung entfällt. Es reicht, die Werkstücke an bestimmten Stellen zu polieren, und man kann sie direkt einsetzen“, betont Stefan de Groot, Technologe für Additive Fertigung beim Metav-Presseforum in Blomberg. Die Vorteile sieht de Groot in einer deutlichen Kostensenkung speziell bei kleinen Losgrößen, aber auch in einer größeren Funktionstiefe. So machen sich etwa konturnahe Kühlung und Gewichtsreduktionen durch Topologieoptimierung in einer einfacheren Handhabung bemerkbar.

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