Drehdurchführungen

Miniaturisierung fordert flexible Kühlmittelschnittstellen

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Drehdurchführung mit eigenem Lager mit Standardschnittstellen nutzbar

Drehdurchführungen mit eigener Lagerung bestehen aus einem Element und sind deswegen leicht zu installieren oder auswechselbar. Generell werden zwei verschiedene Anbindungsarten genutzt: Einmal die rotorgetragene Baureihe, bei der mittels Gewinderotor eine Verbindung mit der Spindel erfolgt. Oder die sogenannte gehäusegetragene Variante, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie präzise in ihre vorgesehene Aufnahme am Ende der Spindel oder Löseeinheit passt.

Der Vorteil ist, dass dem Anwender die Standardschnittstellen zur Verfügung stehen. Drehdurchführungen dieser Arten benötigen aber immer einen größeren Bauraum, besonders in axialer Richtung. KSS-Überschuss wird über das eigene Gehäuse in den Leckageanschluss abgeführt.

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Lagerlose Drehdurchführungen ermöglichen höhere Drehzahl

Lagerlose Drehdurchführungen bieten andere Vorteile: Ein Verzicht auf ein Lager senkt zum einen die Kosten und erhöht die zulässige Drehzahl, die sonst vom dynamischen Verhalten des Lagers begrenzt wird: Ohne Lager entstehen etwa keine Vibrationen, weil der kleine Rotor direkt mit der Spindel verbunden ist. Lagerlose Arten (Bild 3 und 4) sind wesentlich kompakter ausführbar, was sich bei der Mehrachsbearbeitung mit kleinen Spindeln und eng stehenden Mehrfachbohrköpfen bezahlt macht.

Grundlegend ist, ob eine Werkzeugmaschine oder ein Bearbeitungszentrum die zugedachten Aufgaben ausführen kann. Sekundär kommt wie bei allen Anlagen die Frage hinzu, welche Kosten mit der Produktion verbunden sind. Bei Betrachtung der Total Cost of Ownership (TCO) der Maschine machen die Investitionskosten für die höchste Qualität dieser Anlage nämlich nur einen Teil aus.

Hochwertige Komponenten machen sich im Lebenszyklus bezahlt

Ganz wesentlich sind auch die laufenden Kosten und der Aufwand für Wartung und Instandhaltung über die Betriebszeit. Es zeigt sich meist, dass ein Gesamtsystem aus hochwertigen Komponenten, obwohl es in der Anschaffung teurer sein mag, sich effektiv rechnet und in der TCO besser abschneidet als ein gleich scheinendes System, das auf billigere Komponenten setzt. Wobei bezweifelt werden darf, dass billigere Drehdurchführungen überhaupt feinste Bohrer mit KSS-Innenkühlung unterstützen.

Ähnliches gilt für die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, denn die Maschinen stehen international im Einsatz, sodass selbst am weltweiten Maßstab gemessen eine zügige Versorgung mit Teilen gewährleistet sein muss. Insofern benötigt ein Maschinenhersteller, um seinen Kunden Investitionssicherheit zu bieten, genauso zukunftssichere Zulieferer. Ein Punkt, der bei Deublin mit Werken in Deutschland, den USA, Italien und China sowie einem weltweiten Netz an Niederlassungen und Vertriebspartnern gegeben ist.

* Helmut Jehring ist technischer Verkäufer bei der Deublin GmbH in 65719 Hofheim-Wallau

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