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Logistikroboter MIR verkündet deutschen Markteintritt

| Autor: M. A. Benedikt Hofmann

Das junge dänische Unternehmen Mobile Industrial Robots (MIR) bringt mit dem MIR100 einen mobilen Roboter auf den deutschen Markt, der bereits in der Praxis eingesetzt wird und bei der Automatisierung von Transportaufgaben helfen soll.

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Der MIR100 von Mobile Industrial Robots soll sich durch seine Flexibilität und die einfache Bedienung auszeichnen.
Der MIR100 von Mobile Industrial Robots soll sich durch seine Flexibilität und die einfache Bedienung auszeichnen.
(Bild: Mobile Industrial Robots)

Thomas Visti, CEO von MIR, sagt: „Agilität und Flexibilität gewinnen in allen Branchen an Bedeutung. Hinzu kommt, dass der allgegenwärtige Fachkräftemangel nach einer Ressourcenoptimierung verlangt. Ich bin daher der Überzeugung, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Markteintritt ist. Wir können Unternehmen mit unserer flexiblen, benutzerfreundlichen und kostengünstigen Art der Automatisierung von Transportaufgaben bei genau diesen Herausforderungen helfen.“ So soll der MIR100 beispielsweise für eine Produktivitätssteigerung sorgen, indem er monotone Transportaufgaben übernimmt. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Krankenhäuser, in denen der Roboter schwere Wäschewagen ziehen kann. Hier ist auch die Kommunikation mit Türen und Fahrstühlen möglich. Der MIR100 verbindet sich dabei mit dem WLAN des Aufzugs und kann so selbstständig Transportaufgaben übernehmen.

Schnelle Einrichtung und kurze Amortisationszeit

Um die nötige Flexibilität zu erreichen, muss der Roboter MIR zufolge einfach zu programmieren und schnell in bestehende Logistik- und Produktionslösungen integrierbar sein. Das gelingt dem MIR100 durch Instant Mapping. Der Roboter scannt seine Umgebung und hält sie in einer 3D-Darstellung fest. Zusätzlich hat er die Möglichkeit, CAD-Daten von größeren Umgebungen zu importieren. Anschließend soll er sich vollkommen autonom und sicher bewegen. Eingebaute Scanner, 3D-Kameras und Ultraschall sorgen dafür, dass der Roboter automatisch stoppt, sobald er Menschen oder statischen Hindernissen begegnet. Dank der gängigen Web-Technologien kann jeder Mitarbeiter dem Roboter über mobile Endgeräte wie Tablet oder Smartphone eigenverantwortlich Befehle geben. Dabei ist die Bedienung den Entwicklern zufolge intuitiv. Eine benutzerfreundliche und selbsterklärende Software verhindert demnach zeitintensive Programmierung oder kostenintensiven Support von extern. Der MIR100 ist nach Unternehmensinformationen meist bereits nach einem Tag betriebsbereit und die Amortisationszeit liegt unter einem Jahr.

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Voraussetzung für smarte Logistiklösungen

MIR hat als weitere Anforderung an moderne Roboter die Multifunktionalität definiert. Daher bietet das Unternehmen mit seinem mobilen Roboter eine offene Plattform für mobile Robotik-Anwendungen an. Unterschiedlichste Aufsatzmodule und ein Hänger-System machen aus dem MIR100 ein multifunktionsfähiges Transport- und Ziehsystem, das den individuellen Anforderungen entsprechend eingesetzt werden kann. Ein schneller Austausch von Modulen soll jederzeit möglich sein. Die Multifunktionalität bezieht sich aber auch auf die Kommunikation unter den Robotern als auch mit anderen Komponenten innerhalb von Produktionsstätten. Kommen mehrere Roboter zum Einsatz, sorgt die sogenannte Fleet Control über ein Navigationssystem für die Kommunikation unter den Robotern. Um den Anforderungen der Industrie 4.0 zu entsprechen, lässt sich der MIR100 außerdem mit ERP- und Lagersystemen vernetzen, um beispielsweise smarte Logistiklösungen schaffen zu können.

Deutsches Vertriebsnetz im Aufbau

Der MIR100 wird in Deutschland über Vertriebspartner verkauft. Erste Partnerschaften, beispielsweise mit WMV Robotics, Jugard + Künstner und Lorenscheit Automatisierungs-Technik hat das Unternehmen bereits geschlossen. Henrik Vesterlund Sørensen, Area Sales Manager bei MIR, und für den Ausbau sowie die Weiterentwicklung des Vertriebsnetzes verantwortlich, sagt dazu: „Zeit- und Geldersparnis sowie der optimale Einsatz von Ressourcen, das ist, wobei unsere Kunden händeringend Unterstützung benötigen, um weiterhin wettbewerbsfähig bleiben zu können. Daher sehe ich dem weiteren Ausbau des Vertriebsnetzes positiv entgegen. Unser Ziel ist es, unseren Kunden über alle Regionen in Deutschland hinweg einen optimalen Service bieten zu können.“

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Über den Autor

M. A. Benedikt Hofmann

M. A. Benedikt Hofmann

Chefredakteur, MM MaschinenMarkt