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Absauganlagen Mit Absaugtechnik den Nebel an der Schleifmaschine lichten

Redakteur: Robert Weber

Jede Bearbeitungsart stellt besondere Anforderungen an die Absauganlage – gerade auch beim Schleifen mit extrem dünnflüssigen Ölen sind spezielle Parameter zu beachten. Eine abgestimmte Absaug- und Filtrationslösung kann nur in enger Zusammenarbeit mit den Schleifmaschinenbauern entstehen.

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In Zusammenarbeit mit den Maschinenbauern entwickelt Büchel neue Lösungen. Dazu gehören auch montagefertige Bausätze für Schleifmaschinen. (Bild: Büchel)
In Zusammenarbeit mit den Maschinenbauern entwickelt Büchel neue Lösungen. Dazu gehören auch montagefertige Bausätze für Schleifmaschinen. (Bild: Büchel)

Beim Schleifen ist eine effiziente Kühlung ausschlaggebend. Durch den Einsatz von ölhaltigen Kühlschmiermitteln entstehen Aerosole und Ölrauch. Das ist für die Maschine und den Bediener schädlich. Ausfälle sowie erhöhte Reinigungs- und Wartungsarbeiten sind die Folge.

Die Büchel GmbH aus Niederstotzingen entwickelt Absauganlagen, welche die Schadstoffe aus der Luft filtern und so für bessere Arbeitsbedingungen sorgen. Das Problem: Beim Kühlen von Schleifscheiben werden extrem dünnflüssige Öle verwendet. Durch die schnelle Drehbewegung der CBN-Schleifscheiben entstehen viele Feinaerosole und die Ölnebelkonzentration im Maschinenraum ist sehr hoch. Das stellt besondere Anforderungen an die Filterleistung und an die Absauganlage, wissen Experten.

Prototyp der Absauganlage wird in Praxisversuchen getestet

In Kooperation mit den Maschinenbauern entstehen bei Büchel Absauganlagen, die an diese Problematik angepasst sind. Oft sind die Schwaben schon bei Konstruktion und Entwicklung der Schleifmaschine dabei. Der entwickelte Prototyp der Absauganlage wird dann in Praxisversuchen getestet. Bei der Absaugung an Schleifmaschinen muss das richtige Maß gefunden werden, denn das Gleichgewicht zwischen zu viel und zu wenig abgesaugter Luft ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Filtration und Bearbeitung.

Bei zu niedriger Absaugleistung entsteht kein Unterdruck und die Ölpartikel dringen aus der Maschine in die Werkhalle. Wird zu viel abgesaugt, müssen die Filter enorme Leistung bringen und häufiger gereinigt werden. Da das herausgefilterte Öl auch wieder in die Maschine zurückgeführt wird, steigt dieser Aufwand bei erhöhtem Absaugvolumen. Auch auf die richtige Wahl der Absaugstelle kommt es an.

Durch die schnell drehenden Schleifscheiben entsteht eine große Spritzwirkung. Liegt die Absaugstelle genau in der „Haupteinflugschneise“, gelangt ein Großteil des Kühlschmiermittels unmittelbar in die Absauganlage. Da die Anlage für diese großen Ölmengen nicht ausgelegt ist, kann sie schnell überlastet werden, und die Schadstoffe treten dann am Luftablass des Filters aus.

Restschadstoffgehalt der Luft liegt deutlich unter 1 mg/m³

Kann der Absaugstutzen an keiner anderen Stelle untergebracht werden, sollte ein Vorabscheider bereits in der Maschine oder der Absaugrohrleitung eingebaut werden, der größere Aerosole bereits an der Maschine abscheidet. Die dünnflüssigen Öle stellen zudem hohe Anforderungen an die Filter. Um die benötigte Filtrationsleistung zu erreichen, werden mehrere Filter hintereinander geschaltet. So liegt der Restschadstoffgehalt der Luft deutlich unter 1 mg/m³.

Eine weitere Herausforderung: Gerade bei der Bearbeitung mit dünnflüssigen Ölen als Kühlschmiermittel ist Brandschutz eine zentrale Aufgabe. Bei einer Einzelabsaugung ist der Filter direkt an die Löschanlage gekoppelt. Bei einer zentralen oder Gruppenabsaugung wird eine schnell schließende Brandschutzklappe an der Absaugstelle nötig, die durch die Löschanlage ausgelöst wird. MM

* Klaus Schmidt ist Geschäftsführer der Büchel GmbH in 89168 Niederstotzingen.

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