Cloud-Potenzial Mit diesen fünf Tipps sparen Sie Kosten in der Cloud

Redakteur: Peter Königsreuther

Wer immer wieder Cloud-Services nutzt, sagt Oracle, wird sich über die unterschiedlichen Rechnungshöhen wundern. Mit diesen Ratschlägen erhalte man die maximale Cloud-Leistung.

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Oracle hat einen Leitfaden gesponnen, durch den Unternehmen sich entlanghangeln können, um in der Cloud Kosten zu sparen. Wie das geht, verraten die Experten anhand von fünf Tipps.
Oracle hat einen Leitfaden gesponnen, durch den Unternehmen sich entlanghangeln können, um in der Cloud Kosten zu sparen. Wie das geht, verraten die Experten anhand von fünf Tipps.
(Bild: Oracle)

Vom Finanzexperten mit Budgetverantwortung über den Entscheidungsträger, der ein neues Projekt evaluiert, bis hin zum Devops-Ingenieur, der das Funktionsdesign von IT-Anwendungen modigfiziert – Kostenmanagement in der Cloud ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens, wissen die Spezialisten von Oracle. Um User gezielt dabei zu unterstützen, wie sie ihre volle Kostenkontrolle mit Blick auf die Cloud-Nutzung erhalten, ohne an Leistung einzubüßen, hat Oracle einen Leitfaden aus fünf Punkten zusammengestellt, die hier aufgelistet und erläutert werden.

1. Von Anfang an alles taggen!

Tagging sei einer der wichtigsten Ratschläge für Cloud-Neulinge. Selbst wenn eine Umgebung zu Beginn nicht gut strukturiert sei, könnten User durch Tags– speziell obligatorische, vordefinierte Typen und Tags zur Kostenverfolgung – ihre Ressourcen klassifizieren und davon ausgehend, Such- und Massenaktionen durchführen. Tags sind am besten zu verstehen als eine beliebige Textfolge, die der Anwender einer Ressource zuweist und die den Ressourcentyp, die Umgebung – Produktion, Staging oder Test –, den Projektnamen, die Rollen, die Business Unit, die Abteilung, die Kostenstelle et cetera beschreibt, erklärt Oracle. Lägen diese Elemente lückenlos vor, ließen sich Kostentreiber und ihre Relevanz für das Ergebnis schnell ausfindig machen. Anschließend können die gewonnenen Erkenntnisse mithilfe einer dafür vorgesehenen Anwendung automatisch an die relevanten Stakeholder weitergegeben oder unmittelbare Aktionen für die betreffenden Ressourcen ausgeführt werden, führt Oracle weiter aus. Darüber hinaus lassen sich für alle Ressourcen, die ein bestimmtes Tag verwenden, ein maximales Budget und ein Budget-Alarm festlegen, der vor ungewollten Ausgaben warnt.

2. Sharing ist kein Caring!

Ein weiterer Faktor, der Geld sparen hilft, sind sogenannte isolierte Compartments innerhalb einer Tenancy, in der Administratoren die Ressourcen hierarchisch aufteilen können. Diese Compartments und Sub-Compartments können ein Projekt, ein Team oder eine andere Gruppe von Ressourcen sein, die benötigt werden, so Oracle. In großen Organisationen bestehe die Chance, sich ein Konzept übergeordneter und untergeordneter Tenancies zu implementieren, um die Verwaltungsaufgaben zu vereinfachen.

Durch die Aufteilung der Ressourcen nach Projekten oder Abteilungen in verschiedene Compartments könnten Anwender die Auslastung und die entsprechenden Kosten verfolgen. Noch wichtiger sei jedoch, dass sie Service-Kontingente einrichten können, denn mit diesen seien die Ressourcen sinnvoll begrenzbar, auf die das Team in bestimmten Abteilungen standardmäßig Zugriff hat.

3. Zeit ist immer noch bares Geld!

Ein wesentlicher Vorteil von Geschäftsaktivitäten in der Cloud besteht laut Oracle darin, dass man vorhandene Ressourcen leicht skalieren kann, um nur für die wirklich genutzten Ressourcen zu zahlen. Auch können User ihre Ressourcen leicht reduzieren, sofern sie nicht benötigt werden. Selbst wenn Produktionssysteme rund um die Uhr laufen müssen, sind andere – virtuelle – Maschinen (VMs) zum Beispiel in Test- oder Entwicklungsumgebungen nur während der Bürozeiten und nicht in der Nacht oder am Wochenende aktiv. Das Ein- und Ausschalten von Servern vor Ort kann aber aufwendig sein. In der Cloud können Nutzer diesen Vorgang deshalb per Skript steuern – ein exklusives Feature, das es nur in der Cloud gibt, wie Oracle betont. Durch diese Flexibilität der Cloud könnten verschiedenen Gruppen von Anwendern unterschiedliche Zeitpläne zugewiesen werden, damit die Entwickler, die mit den Ressourcen arbeiten, eine transparente Gesamtsicht erhielten. Zugleich hindert das Prozedere aber keinen Entwickler daran, eine bestimmte Instanz neu zu starten, wenn er sie außerplanmäßig benötigt.

4. Automatisieren und Stakeholder integrieren!

In vielen Unternehmen gebe es ein spezielles Team für exzellente Cloud-Prozesse, das als eine Art Gatekeeper fungiert, der die Entwickler und den Betrieb kontrolliert sowie Best Practices für alle neu erstellten Ressourcen durchsetze. Engpässe, schränkt Oracle ein, sind aber nicht unbedingt der ideale Weg zur Kosten zu reduzieren. Stattdessen empfehlen die Spezialisten, sich feste Regeln im Unternehmen zu setzen – und zwar mithilfe von rollenbasierten Richtlinien, Tags, Benutzergruppen und Maßnahmen für das Kostenmanagement. So werde das Devops-Team nicht ausgebremst, sondern in Leitplanken geführt, ein Abdriften erschwert. Empfehlenswert ist es außerdem, dem Team die Freiheit zu lassen, sich innerhalb der gesetzten Vorgaben auszuprobieren und zugleich die offene Kommunikation zu fördern. Gibt man nämlich die Informationen transparent an das gesamte Team weiter, sind alle Beteiligten intensiver mit dabei. Im Fall von Abweichungen kämen sie so in die Lage, selbst geeignete Korrekturmaßnahmen zu ergreifen.

5. Hilfe holen, mit Cloud Native Services und Containern!

Die Cloud verfügt über eine praktisch unbegrenzte Kapazität, ruft Oracle in Erinnerung. Deshalb sollte nicht allein der der Cloud-Anbieter für sämtliche Optimierungsaufgaben zur Verantwortung gezogen werden, heißt es weiter. Von der Fülle der Möglichkeiten profitierten insbesondere die Unternehmen, die über die Nutzung von Rechen- und Speicherdiensten in der Cloud hinausgehen, um so alle Vorteile nutzen zu können, die Cloud Native Services bieten.

Sei der Einstieg in die Cloud geschafft, sollte der logische zweite Step der sein, der von einem gewissermaßen monolithischen Code zu einer vollständig containerbasierten Anwendung führt, die auf Microservices fußt und alle aktuellen Cloud Native Services nutzt. Dazu gehört etwa eine serverlose Anwendung, bei der Container an Ort und Stelle erstellt werden, um einen Code auszuführen, um dann stillgelegt zu werden, wenn die Anfrage abgeschlossen ist.

Der Prozess der sogenannten Containerisierung senke nämlich die Cloud-Rechnung für Anwender, vervielfache die Bereitstellungsgeschwindigkeit und steigere die Produktivität ganzer Teams. Die Cloud-Native-Computing-Foundations (CNCF) hat im Übrigen zahlreiche Forschungsstudien zu diesem Thema veröffentlicht, merkt Oracle an. Ein anschauliches Beispiel liefere ein Testszenario des CERN, das auf OCI gehostet wird und die Skalierung auf eine Umgebung mit 320.000 Kernen sowie die Bereitstellung eines neuen Clusters in wenigen Minuten ermöglicht, statt Stunden dafür zu investieren.

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