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Schneider Electric

Mit Ethernet und Energieeffizienz erfolgreich

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Als Beispiel nennt der Schneider-Electric-Manager die Software Machine Advisor. Diese befinde sich nicht auf der Maschine. Die Daten würden jedoch dort extrahiert und gäben dem Anwender zahlreiche Hinweise, die Effizienz seiner Maschine zu verbessern. Sie ermögliche dem Anlagenbetreiber die komplette Remote-Kontrolle über die Maschine.

Dass Schneider von seiner Ecostruxure-Plattform überzeugt ist, zeigt sich auch daran, dass diese in allen Schneider-Fabriken verwendet wird. „Jedes Jahr prüfen wir damit die Wirtschaftlichkeit der Fabriken und alle drei Jahre senken wir deren Energieverbrauch um 10 %. Wir machen das schon jahrelang und finden Dank der Digitalisierung immer wieder Effizienzquellen“, erläutert Tricoire.

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Schneider gehört auch der Organisation EP100 (Energy Productivity 100) an und hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Energieverbrauch bis 2030 um 50 % zu senken. Doch das ist laut Tricoire nicht alles: „Der zweite Ansatzpunkt ist die Aktion Renewable 100, das heißt, wir wollen bis 2030 den Energieverbrauch zu 100 % durch erneuerbare Energie decken. Schon bis 2020, wollen wir hierbei 80 % erreicht haben.“

Im Einklang mit den Zielen der UN

Das Engagement von Schneider Electric, Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Unternehmens umzusetzen, kommt voran. Das belegen die Quartalszahlen aus dem Schneider Sustainability Impact 2018-2020 eindrucksvoll (siehe Grafik).

Bei seiner Selbstverpflichtung, die Unternehmens­politik konsequent auf Nachhaltigkeitsziele auszurichten, orientiert sich der globale Spezialist für Automatisierung und Energiemanagement an den 17 UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung. Diese sind ein universeller Aufruf zur Ergreifung von Maßnahmen, um Armut zu beenden, den Planeten zu schützen und sicherzustellen, dass bis zum Jahr 2030 alle Menschen in Frieden und Wohlstand leben.

Habe man alles digital verknüpft, ist so etwas laut Tricoire einfach zu lösen: „Wir kennen digital den Verbrauch, den wir lokal benötigen, und können dementsprechend die Energieströme lenken. Wir haben daraus auch ein Geschäft gemacht und bieten eine solche digitale Plattform auch unseren Kunden an. Diese soll es ihnen ermöglichen, zunehmend grüner und preiswerter zu werden und den Energieverbrauch zu senken.“ Diese Nachhaltigkeits-Dienstleistungen beruhen unter anderem auf der Softwareplattform Resource Advisor von Schneider Electric.

Die einzelnen Fabriken dienen als Testlabor

„Ein wirklicher Vorteil für uns ist, dass wir ein großes Industrieunternehmen sind, das viele Maschinen im Einsatz hat. Wir sind somit selbst das größte Testlabor. Weltweit haben wir über 200 Fabriken. Dort testen wir unsere Produkte und unsere Software. Das Schneider-Production-System, das alle unsere Fabriken verwenden, sorgt für Lean Manufacturing“, ist der Chef von Schneider überzeugt.

China übt Druck auf die anderen Länder aus

„Unser Hauptmarkt sind die USA, dann folgt China und der drittgrößte Markt für Schneider ist Indien“, sagt der Konzernchef. Über die Zukunft macht er sich für sein Unternehmen keine Sorgen: „China war bisher dafür bekannt, Produkte günstig herzustellen, doch durch die neuen Initiativen wie Automatisierung, Digitalisierung und Hochgeschwindigkeitsinternet wird man dort in wenigen Jahren so weit sein, Produkte in höchster Qualität herzustellen. Dies übt einen enormen Druck auf die Unternehmen in den anderen Ländern aus.“

Probleme, Mitarbeiter zu rekrutieren, hat Schneider nicht, denn das Unternehmen ist ein attraktiver Arbeitgeber. Und auch die hohe Zahl an Mitarbeitern, die 30 Jahre und mehr beim Unternehmen sind, zeige dies, so der Unternehmensboss.

Schneider biete ein Förderprogramm für die Mitarbeiter und auch eine Mission, mit der sich diese auch wohlfühlen: die Digitalisierung und Effizienz weltweit zu jedem Menschen auf der ganzen Erde zu bringen, um die Problematik der abnehmenden Ressourcen zu minimieren. Und zudem tue das Schneider mit der höchstmöglichen Nachhaltigkeit. Dies sehe man auch daran, dass Schneider immer unter den Spitzenplätzen rangiere, wenn es um Corporate Social Responsibility gehe.

Tricoire unterstreicht das: „Ich bin Mitglied im weltweiten Board des Global Compact der United Nations.“ Dies ist die weltweit größte und wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die Einhaltung solchen Handelns sei sogar Teil der Gehaltsbestandteile der Führungsriege von Schneider.

Für neue Mitarbeiter sei es auch wichtig, in einem vielfältigen Umfeld arbeiten zu können, und dass Schneider global aufgestellt ist, davon ist der Schneider-Manager überzeugt: „Nur 10 % unserer Mitarbeiter sind in Frankreich. Wir haben mehr Menschen in den USA, in China und Indien. Das machen nicht viele Unternehmen, wir schon. Wir haben eine flache Hierarchie und bieten wirklich vielen Personen eine Chance, egal wo sie herkommen. Und wir befähigen sie, Entscheidungen zu treffen. Ich verspreche den Menschen, die zu uns kommen, wirklich große Themen anzupacken und nachhaltig zu bewegen. Wenn Sie bei Schneider beruflich durchstarten möchten, dann können Sie das in 100 Ländern dieser Erde tun – ich zum Beispiel lebte im Laufe meiner Karriere bei Schneider in sechs Staaten.“

Der Chef des grünen Unternehmens fährt natürlich auch aus Umweltgesichtspunkten einen Elektrowagen. „Meine Stromrechnung für das Fahrzeug ist fünf-mal niedriger im Vergleich zu der meines vorhergehenden, gasbetriebenen Autos“, freut sich Tricoire. MM

* Weitere Informationen: Schneider Electric GmbH, 40880 Ratingen

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt