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MES Mit Kennzahlen die Lieferantenleistung im Blick

Redakteur: Peter Steinmüller

Auf der IT & Business 2010 präsentiert die Ulmer Guardus Solutions AG eine neue Analysedimension ihres KPI-Cockpits (Key Perfomance Indicator). Ergänzend zu den Kennzahlen des VDMA Einheitsblatts 66412 liefert das MES eine Vielzahl an Lieferanten-KPI.

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Zu diesen Kennzahlen gehören nach Unternehmensangaben unter anderem die Indikatoren Parts Per Million (PPM), ABC-Klassifikation, Liefertreue oder Anlieferqualität. Neben firmeninternen KPI wie Overall Equipment Effectiveness (OEE), First Pass Yield (FPY) oder Prozessfähigkeitswerte lassen sich somit auch dem Unternehmen vorgelagerte qualitäts- und produktionsrelevante Faktoren detailliert beurteilen.

Zudem erlaubt das KPI-Cockpit nun die Darstellung von Kennzahlentrends. So können Anwender die Entwicklung eines KPI über vergangene Zeiträume detailliert visualisieren, um etwa die Wirkung eingeleiteter Abstellmaßnahmen zu hinterfragen. Das Ergebnis: Der Qualitäts-Regelkreis „Plan-Do-Check-Act“ schließt sich.

Grundlage der neuen Analysedimension „Lieferanten-Kennzahlen“ ist die integrierte Datenbasis von Guardus MES, die alle qualitäts- und produktionsrelevanten Urdaten sowie deren Beziehungen zueinander in Echtzeit bereitstellt. Dazu gehört auch die vollständige Rückverfolgbarkeit der Zukaufteile oder Rohstoffe über alle Produktions- und Montageschritte.

KPI-Cockpit eröffnet neue Möglichkeiten in der Ursachenanalyse und Fehlerbehebung

Dank dieser Datenkonsistenz liefert das erweiterte KPI-Cockpit nicht nur unternehmensübergreifende MES-Indikatoren entlang der Supply-Chain eines Unternehmens. Darüber hinaus eröffnen sich bei abweichenden Qualitäts-, Ressourcen-, Produkt- oder Prozess-Kennzahlen neue Möglichkeiten in der Ursachenanalyse und Fehlerbehebung.

Ein Beispiel: Bei der Betrachtung einer zu hohen Ausschussquote prüft der Anwender unter anderem, ob sich die Qualitätsprobleme auf Materialfehler im Wareneingang zurückführen lassen und ob das Material auch in anderen Produkten verwendet wurde. Ist dies der Fall, kann der Anwender gezielt und vor allem ohne Zeitverzug in den Produktionsprozess eingreifen.

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