Service-Robotik Mit kundenspezifischen Automationskonzepten zu mehr Flexibilität

Autor / Redakteur: Daniel Hauser / Mag. Victoria Sonnenberg

Die Service-Robotik ist vielseitig. Von Loop-Shuttle-Car-Systemen über fahrerlose Transportfahrzeuge bis hin zu mobilen Robotersystemen erhöht sie an ihrem Einsatzort die Flexibilität und steigert die Effizienz. Der Gesundheitssektor hat bereits an ihr Gefallen.

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Sicheres und effizientes Medikamentenmanagement mit dem Robocourier, dem mobilen Medikamentenwagen.
Sicheres und effizientes Medikamentenmanagement mit dem Robocourier, dem mobilen Medikamentenwagen.
(Bild: Swisslog)

Serviceroboter in der Medizin und Pflege sind beliebter denn je. In immer mehr Krankenhäusern und pharmazeutischen Unternehmen kommen sie zum Einsatz. Effizient, vorausschauend und dabei äußerst zuverlässig und sicher, bringen sie alle Eigenschaften mit, die in der Branche Bedingung sind.

Mit passenden Automatisierungslösungen gehört Swisslog zu den Unternehmen, die sich mit ihrer Servicelogistik bereits in der Branche etablieren konnten. So gehört beispielsweise die Livzon Pharmaceutical Group, ein diversifiziertes Pharmaunternehmen, das Forschung und Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Pharmaprodukten integriert, zu seinen Kunden.

Höhere Qualitätsanforderungen rufen Automatisierungslösungen auf den Plan

Angesichts des jährlichen Umsatzwachstums von 30 % bei Livzon und aufgrund der zunehmend höheren Qualitätsanforderungen auf dem chinesischen Arzneimittelmarkt entschied man sich bei der Livzon Group für die Errichtung eines neuen Produktions­ und Vertriebsstandorts mit dem Namen Livzon Industrial Park in Zhuhai nahe Macau.

Swisslog setzte sich gegen mehrere andere Anbieter durch und wurde als Logistikpartner für den neuen Standort ausgewählt. Das von Swisslog konzipierte und realisierte automatisierte Lagersystem besteht aus einem 23,5 m hohen Hochregallager mit 15 Regalbediengeräten, einer Paletten­ und Behälterförderanlage, einem Palettierroboter von Kuka, linearen und Loop­Shuttle­Car­Systemen sowie fahrerlosen Transportfahrzeugen. Die proprietäre Lagerverwaltungssoftware und Steuerungssysteme des Logistikpartners bilden dabei die Eckpfeiler des Automationskonzepts.

„Nach der Pilotproduktion durchlief das System eine Anlaufphase; seither funktioniert das System reibungslos und alle Leistungskennzahlen entsprechen den Spezifikationen“, erklärt Li Yan, Supply Chain Director von Livzon Pharmaceutical. „Wir sind überzeugt, dass das von Swisslog konzipierte Logistiksystem auch in Zukunft den Anforderungen der Produktionseinrichtungen von Livzon gerecht wird.“

Integrierte Krankenhausprozesse für eine bessere Patientenversorgung

Swisslog ist nicht nur in der Pharmazie ein bekannter Partner. Auch im Gesundheitswesen, in dem die Digitalisierung und Automatisierung bereits Einzug gehalten haben, stehen die Lösungen hoch im Kurs. Um den Erfolg von Krankenhäusern sicherzustellen, müssen diese hocheffizient und erstklassig in der Patientenversorgung sein. Dazu sind sichere und wirtschaftliche Arbeitsabläufe erforderlich. Die Chain-of-Custody-Lösungen von Swisslog sorgen für die nahtlose Integration und Nachvollziehbarkeit aller Prozesse der Patientenversorgung – vom Transport von Blutkonserven, Laborproben und Therapeutika bis hin zur Lagerung und Abgabe von Arzneimitteln.

Wenn es um die Optimierung ihrer Prozesse geht, verlassen sich Krankenhäuser auf die voll integrierten Lösungen der Swisslog Healthcare Solutions.

Die französische Blutbank „Établissement Français du Sang“ benötigte beispielsweise eine Lösung, welche die Sicherheit von Transfusionsprodukten vom Spender bis zum Empfänger garantiert. Ein kundenspezifisches Rohrpostsystem von Swisslog verfolgt die Lagerung und den Transport labiler Blutprodukte an jeden Berührungspunkt und erfüllt so alle gesetzlichen Auflagen. Jeder Schritt des Prozesses wird kontrolliert und die Blutprodukte stehen bereit, sobald der Patient sie benötigt. Am Krebsbehandlungszentrum Oscar Lambret im französischen Lille ermöglichen Roboter von Kuka die automatische Lagerung von Zytostatikabeuteln, die bei Bedarf über ein Rohrpostsystem von Swisslog in die Infusionsklinik transportiert werden. Auf diese Weise können die patientenspezifischen Therapien zeitgerecht hergestellt und verabreicht werden.

Am Medstar Georgetown University Hospital in Washington, DC verkürzt ein mobiles Robotersystem von Swisslog die Lieferzeit für Chemotherapeutika aus einer Satellitenapotheke in das IV-Infusionszentrum. Wie sich der erfolgreiche Einsatz eines mobilen Robotersystems im Arbeitsalltag darstellt, verdeutlicht das Praxisbeispiel am Medstar Georgetown University Hospital. Das Krankenhaus investierte 2015 in das innovative, satellitengestützte Transportmodul und arbeitet seitdem erfolgreich mit dem sogenannten Robocourier. Hier liefert der Roboter Chemotherapeutika zur Krebsbehandlung in das ambulante Zentrum. Zur Entnahme der Patiententdosen berechtigt ist nur Pflegepersonal, das sich durch einen Ausweis identifizieren kann. Die Sicherheit während des Transportweges (geschlossenes Transportfach) steht ebenso an erster Stelle wie die Entnahme durch berechtigtes Personal.

Robocourier vereinfacht den gesamten Workflow

Der selbstständig agierende Roboter entlastet das Team der Onkologie immens, wie die positiven Rückmeldungen der Krankenschwestern belegen. Geoffrey Cox, Director of Pharmacy Services, zeigt sich überzeugt von der einfachen Bedienung, dem minimalen Platzbedarf, der lasergestützten Navigation sowie der Flexibilität, unabhängig von Zeit oder räumlichen Gegebenheiten. „Wir konnten unseren Workflow vereinfachen, das Team entlasten, Kosten- und Zeitaufwand minimieren, sodass am Ende mehr Raum bleibt für die Betreuung unserer Patienten. Es ist schön zu sehen, wie positiv man hier dem Medikamentenboten begegnet, viele begrüßen ihn mit „Hi Robot!“ so Cox weiter.

Im Rahmen der Automatisierung sei der Robocourier ein effektives, kostensparendes Tool für den Transport von Medikamenten, der sonst personell abgedeckt werden müsste. Der Einsatz kann zudem ohne aufwendige Maßnahmen wie bauliche Veränderungen, oder zeitintensive Schulungen zur Bedienung erfolgen. Der Robocourier bewegt sich auch auf engstem Raum selbstständig und sicher, passiert schmale Gänge oder Türen wie auch automatische Türsysteme. Die Aufladung erfolgt ganz einfach über eine Steckdose. MM

* Daniel Hauser ist Geschäftsführer Region Central Europe, Zwieslig Warehouse & Distribution Solutions in 44227 Dortmund, Tel. (02 31) 7 58 95 00, wds.de@swisslog.com

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