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Mit Sensorsystemen Wartung vorausschauend und intelligent planen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Die Anlagenverfügbarkeit durch vorausschauende Wartung erhöhen – das ist das Ziel der Smart Plastics von igus. Intelligente Sensoren der Isense-Familie sorgen für eine Überwachung der Kunststofflösungen des Motion-Plastics-Spezialisten: Von der Energiekette über die flexiblen Leitung bis hin zur schmiermittelfreien Linearführung und dem wartungsfreien Rundtischlager. Je nach individueller Anforderung können die gewonnenen Daten ganz unterschiedlich genutzt werden.

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Vier verschiedene Isense-Systeme sollen durch vorausschauende Wartung die Anlagensicherheit erhöhen. Mit Isense online sollen die Instandhalter besonders vom Datenschatz des Igus-Testlabors profitieren.
Vier verschiedene Isense-Systeme sollen durch vorausschauende Wartung die Anlagensicherheit erhöhen. Mit Isense online sollen die Instandhalter besonders vom Datenschatz des Igus-Testlabors profitieren.
(Bild: Igus)

Es gibt vier verschiedene Konzepte: Geht es Firmen beispielsweise ganz einfach nur darum, kostengünstig die Produktion störungsfrei zu halten, bietet sich das einfach zu integrierende Isense-stand-alone-System an. Dabei erfassen Sensoren an E-ketten und Leitungen Messwerte wie Beschleunigung, Temperatur und Verschleiß. Die Anlagenabschaltung erfolgt wahlweise direkt über den Öffnerkontakt oder über eine Auswertung durch ein I/O-Interface der kundenseitigen SPS. Für den Fall, dass die im Vorfeld von Igus definierten Referenzwerte überschritten werden, kommt es zur Auslösung des Öffnerkontaktes und die Maschine steht. Alternativ werden die Sensorwerte an die SPS übergeben.

Isense stand alone und Offline-Systeme für die störungsfreie Produktion

Je nach SPS-Programmierung löst ein Überschreiten der Referenzwerte optische oder akustische Warnungen aus. Das Isense-Offline-System bietet sich hingegen dann an, wenn an einer Produktions- oder Hafenanlage durch den Servicetechniker eine Vielzahl an Energieketten, Leitungen und Lagern überwacht werden müssen. So beispielsweise die neue P4.1 Rollenkette für lange Verfahrwege mit integriertem isense Verschleißsensor. Benötigt wird dafür ein zusätzlicher Industrie-PC, an dem alle Meldungen angezeigt werden. Eine Verbindung zum Internet gibt es hier nicht. In dieser einfachen Variante seien die Lebensdauerberechnungen statisch und unveränderbar.

Fühzeitige Ersatzteilbestellung durch Anbindung an ERP

Einen Schritt weiter gehen die Möglichkeiten, die das Potenzial des Intra- und Internets nutzen. Einen wertvollen Beitrag für die vorausschauende Wartung leistet dabei das Isense-Integration-System. Dank Standards werden die Daten des Icom-Moduls von einem Igus-Experten in die vorhandene Softwareumgebung und das Intranet eingebunden – wovon Administratoren und Produktionsleiter profitieren sollen. Ist beispielsweise eine Produktionsvisualisierung für den gesamten Fertigungsprozess vorhanden, zeige ein Klick in die Applikation die Betriebszustände der verschiedenen Igus-Komponenten. Meldet ein Sensor einen Ausfall oder Verschleiß, werde dies sichtbar. Die Ersatzteilbestellung könne unmittelbar über das ebenfalls angebundene ERP-System ausgelöst werden. Für eine optimale Planung der Wartungsteams sorgt das Isense-Online-System. Es greift auf die Daten aus dem 2750 m² großen Testlabor für bewegte Energieübertragungssysteme zurück. Pro Jahr werden dort alleine über 10 Mrd. Testzyklen für Energieketten gefahren. Dadurch lerne das Isense-Online-System durch Künstliche Intelligenz und Maschine-Lern-Algorithmen ständig dazu. Täglich gleicht es die Lebensdauerempfehlungen mit den noch genaueren, im realen Betrieb errechneten Ergebnissen ab. In der Regel verlängere sich dadurch die Zeit bis zur nächsten Wartung. Das spare auf lange Sicht nicht nur immense Kosten, sondern unterstütze Schichtleiter, Wartungscrews und auch das Team in der Lagerhaltung. Denn durch isense online und eine Anbindung an das igus CRM können Wartungseinsätze erstmals exakt vorhergesehen werden. Monteure werden im Vorfeld per E-Mail oder SMS benachrichtigt, dass Antriebe demnächst verschleißen, Energieketten vom Totalausfall bedroht sind oder aus Altersgründen getauscht werden müssen. Doch unabhängig für welches Modell sich der Anwender entscheidet: Mit allen vier Möglichkeiten werde die Anlagensicherheit erhöht und die Instandhaltung vereinfacht.

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