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MM-Index MM-Index-Check 07/2017: Stabile Stimmung

| Autor / Redakteur: Martin Merkel / Robert Horn

Auch in Kalenderwoche 7 hält der MM-Index – gleichbedeutend für die Stimmungslage im Maschinen- und Anlagenbau – sein seit Jahresbeginn starkes Niveau. Erst zum Wochenende sinkt das Niveau leicht auf 0,54 Punkte; noch immer sorgt der steigende Nickelpreis für Unruhe, auch der Preis für Eisenerz klettert um 2,7 %.

Der Verlauf des MM-Index ist auf dem Titelblatt des MM MaschinenMarkt 09/2017 zu sehen.
Der Verlauf des MM-Index ist auf dem Titelblatt des MM MaschinenMarkt 09/2017 zu sehen.
(Bild: MM MaschinenMarkt)

Für die Berechnung des MM-Index werden insgesamt 13 Parameter, die die Lage des Maschinenmarktes beeinflussen, je nach Relevanz für die Branche gewichtet. Die Kurve des MM-Index liegt immer zwischen 0 und 1. Seinen Höchstwert 2017 mit 0,60 Punkten erreichte der MM-Index am 17.1. Der bisherige Tiefststand lag bei 0,44 Punkten (03.12.2015), der Höchststand bei 0,60 Punkten (19.1., 23.2. und 22.8.2016).

Keine Richtung zu erkennen

Der Euro konnte in KW 7 die Verluste gegenüber den Vergleichswährungen des MM-Index wieder gut machen. Diese Entwicklung ist auf den ersten Blick überraschend, da gegen Ende der Woche insbesondere aus den USA positive Wirtschaftsdaten kamen. Dem entgegen stehen jedoch Zweifel an dem durch US-Präsident Trump angekündigten Steuersenkungs- und Ausgabenprogramm. Beide Faktoren beeinflussen den USD/EUR-Markt und lassen derzeit keine eindeutige Richtung erkennen.

Nickelpreis klettert weiter

Leicht abwärts ging es in KW 7 für den Ölpreis, er verbilligt sich um - 1,6 % gegenüber der Vorwoche. Seine Preisrange um 56 USD/Barrel konnte er mit 55,81 USD/Barrel jedoch nicht verlassen.

Der Nickelpreis wird weiterhin von der Schließung bedeutender Minen auf den Philippinen beeinflusst. Er knüpfte nahtlos an die Gewinne der Vorwoche an und legte nochmals um 3,6 % auf 10.993 USD/t zu.

Auch Eisenerz konnte seine seit Oktober 2016 andauernde Rally in KW 7 mit einem Plus von 2,7 % fortsetzen. Der steigende Eisenerzpreis könnte der gesamten Branche Aufwind geben. Aufgrund niedriger Rohstoffpreise wurden Investitionen in neue Eisenerz-Projekte verschoben – diese könnten nun nachgeholt werden, was zu einem überproportionalen Wachstum in der Branche führen würde, erklären die Experten von SMP.

Aktien auf Erfolgskurs

Sowohl der Aktienindex Prime (6127 Punkte) als auch der Frachtpreisindex (325 Punkte) setzten ihren Aufwärtstrend der jüngsten Zeit fort. Er war bis Dezember 2016 stark gefallen (Tiefstpunkt bei 314 Punkten), steigt seit Januar 2017 aber wieder an. Seinen Höchstwert erreichte der Frachtpreisindex im Juni 2015 mit 646 Punkten. Beide Indikatoren deuten auf eine positive Stimmung in der deutschen Industrie hin.

* Martin Merkel ist Senior Consultant bei unserem Index-Partner, der Struktur Management Partner GmbH aus Köln

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