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MM-Index MM-Index-Check 08/2017: Die gute Stimmung lässt nach

| Autor / Redakteur: Benedikt Kehrer / Robert Horn

Nach dem überaus positiven Start in das Jahr 2017 schwächt sich die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau in der KW 8 etwas ab. Der MM Index sinkt zeitweise auf 0,53 Punkte, beendet die Woche aber versöhnlich bei 0,56 Punkten. Das derzeitige Sorgenkind, der in den letzten Wochen stark gestiegene Nickelpreis, sinkt erstmals wieder leicht.

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Auf der Titelseite des MM MaschinenMarkt 10/2017 ist der MM Index der KW 8 zu sehen.
Auf der Titelseite des MM MaschinenMarkt 10/2017 ist der MM Index der KW 8 zu sehen.
(Bild: MM MaschinenMarkt)

Für die Berechnung des MM-Index werden insgesamt 13 Parameter, die die Lage des Maschinenmarktes beeinflussen, je nach Relevanz für die Branche gewichtet. Die Kurve des MM-Index liegt immer zwischen 0 und 1. Seinen Höchstwert 2017 mit 0,60 Punkten erreichte der MM-Index am 17.1. Der bisherige Tiefststand lag bei 0,44 Punkten (03.12.2015), der Höchststand bei 0,60 Punkten (19.1., 23.2. und 22.8.2016).

Der Euro verliert

Der Euro hat in KW 8 gegenüber allen wichtigen Vergleichswährungen leicht an Wert verloren. Diese Entwicklung ist ein Beleg für die anhaltende Skepsis gegenüber dem Euroraum. Die Gemeinschaftswährung scheint trotz positiver Signale wie dem steigenden Einkaufsmanager-Index (+ 1,6 Punkte auf 56 Punkte im Februar) des Markit-Instituts, von Investoren weiterhin skeptisch gesehen zu werden.

Uneinheitliche Rohstoffpreise

Der Öl-Preis legte in KW 8 um 0,9 % zu, überstieg jedoch nicht die Marke von 57 USD/Barrel. Sofern die Opec ihre Übereinkunft zur Begrenzung der Fördermenge nicht in das zweite Halbjahr verlängert, rechnen Analysten mittelfristig wieder mit einer Reduzierung des Öl-Preises.

Nachdem Nickel in den letzten Wochen einen starken Preisanstieg bis auf circa 11.000 USD/t verzeichnete, verlor es in den letzten Tagen etwas und notierte zum Schluss am Freitag mit 10.808 USD/t. Die anderen analysierten Rohstoffe notierten uneinheitlich. Zinn (- 2,5 %) und Kuper (- 0,5 %) verloren, Aluminium (+ 0,3 %), Zink (+ 0,8 %) und Eisenerz (+ 1,4 %) gewannen hinzu. Insbesondere bei Kupfer drückt Unsicherheit bezüglich der Nachfrage aus China auf die Preise.

Frachtpreise klettern weiter

Nach seinem Langzeittief mit 314 Punkten notiert der Frachtpreisindex von Harper Petersen mittlerweile nach stetigem Anstieg in 2017 bei 330 Punkten.

* Benedikt Kehrer ist Consultant bei unserem Index-Partner, der Struktur Management Partner GmbH aus Köln

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