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MM-Index MM-Index-Check 22/2018: Einfuhrzölle verteuern den Stahlpreis

Redakteur: Carmen Kural

Bei den Währungen im MM-Index gab es nur leichte Veränderungen. Ab 1. Juni müssen auch europäische Unternehmen Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium zahlen. Sowohl die EU als auch Kanada reichten bei der WTO bereits Klage ein.

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Die Grafik des MM-Index für die KW 22.
Die Grafik des MM-Index für die KW 22.
(Bild: MM MaschinenMarkt)

Von Rohstoffpreisen über die Nachfragesituation bis zu Wechselkursentwicklungen: Der MM-Index fasst zusammen, was für den Maschinen- und Anlagenbau relevant ist. Der aus 13 Faktoren errechnete Wert spiegelt Woche für Woche die Stimmung in der Industrie wider.

Leichte Veränderungen

In der zurückliegenden Woche gab es bei den Währungen im MM-Index nur leichte Veränderungen. Sowohl der US-Dollar, der japanische Yen als auch der russische Rubel verloren gegenüber dem Euro rund 0,1 %. Der US-Dollar notierte am Freitag bei 1,17 Euro.

Nach den Verlusten der Vorwoche ist die Stabilisierung beim Euro vor allem auf die Entspannung bei den Risikoaufschlägen für italienische, aber auch andere südeuropäische Staatsanleihen zurückzuführen. Nach einer positiven Vorwoche verlor der chinesische Yuan 0,5 % auf 7,49 Euro je Yuan.

Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium

Kurz vor Ende der befristeten Ausnahmeregelung gab der US-Wirtschaftsminister Wilbur Rossbekannt, dass ab 1. Juni auch europäische Unternehmen in Zukunft Einfuhrzölle auf Stahl (25 %) und Aluminium (10 %) zahlen müssen. Als Reaktion darauf, verteuerte sich Stahl am Freitag gegenüber dem Vortag um rund 4,3 %. Auf Wochensicht stieg der Stahlpreis sogar um 6 % auf 922 US-Dollar je Tonne. Auch der Preis für Aluminium legte leicht zu (0,5 %) und notierte zum Wochenabschluss bei 2305 US-Dollar je Tonne. Sowohl die EU als auch Kanada haben jedoch bereits bei der WTO Klage gegen die Zölle eingereicht.

Die weiteren Rohstoffe im MM-Index verbuchten – mit Ausnahme von Eisenerz (-0,5 %) – in der zurückliegenden Woche Zuwächse. So notierte Nickel (3,7 %), Zinn (1,1 %), Zink (1,6 %) und Kupfer (0,1 %) stärker.

Auch der Ölpreis stieg in der zurückliegenden Woche wieder leicht an und notierte zum Wochenschluss bei 77,01 US-Dollar je Barrel Brent (0,7 %).

Kaum Bewegung

Der DAX-Sector Industrial bewegt sich die zweite Woche in Folge seitwärts und notierte zum Wochenschluss mit einem Minus von 0,8 % bei 6.951 Punkten.

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