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MM-Index MM-Index-Check 26/2017: Starker Euro, starke Preise

| Redakteur: Robert Horn

Die KW 26 markiert die Woche der steigenden Rohstoffpreise: Zinn etwa kletterte um 4,9 %, Zink kletterte um 1,8 %. Auch Rohöl wurde teurer. Davon unbeeindruckt kletterte der MM-Index auf sein bisheriges Jahreshoch von 0,60 Punkten.

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Auf dem Cover des MM MaschinenMarkt 28 ist der Verlauf des MM-Index der KW 26 zu sehen.
Auf dem Cover des MM MaschinenMarkt 28 ist der Verlauf des MM-Index der KW 26 zu sehen.
(Bild: MM MaschinenMarkt)

Von Rohstoffpreisen über die Nachfragesituation bis zu Wechselkursentwicklungen: Der MM-Index fasst zusammen, was für den Maschinen- und Anlagenbau relevant ist. Der aus 13 Faktoren errechnete Wert spiegelt Woche für Woche die Stimmung in der Industrie wider.

Wiedererstarken des Euro

Mit 1,1439 USD pro Euro hat der Euro-Dollar-Wechselkurs den höchsten Stand seit Mai 2016 erreicht. Gegenüber dem japanischen Yen legte der Euro in KW 26 sogar um 3,1 % zu und erreichte damit den höchsten Stand seit Januar 2016.

Auch gegenüber den Vergleichswährungen chinesischer Renminbi und russischer Rubel legte der Euro leicht zu. Als Grund für den erstarkenden Euro werden Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi gesehen, der sich zuversichtlich für das Wirtschaftswachstum und die damit verbundene Inflationsrate im Euroraum zeigte.

Eine stärkere gesamteuropäische Wirtschaft führt automatisch zu einem stärkeren Euro, denn die Nachfrage außereuropäischer Kunden nach europäischen Produkten steigt und sie brauchen die europäische Währung um ihre Einkäufe zu bezahlen.

Rohstoffe steigen wieder

Mit einem Plus von 5,2 % ist der Erdölpreis in KW 26 deutlich angestiegen. Ob damit die Fördermengenbegrenzung der OPEC-Länder nun nachhaltig Wirkung zeigt, bleibt abzuwarten.

Auch alle anderen Rohstoffpreise in unserem MM-Index wurden in KW 26 teurer. Das größte Plus gab es mit 4,9 % bei Zinn, wodurch die Verluste der Vorwochen teilweise ausgeglichen wurden.

Der kurzfristige Anstieg des Zinkpreises (1,8 % in KW 26) bleibt wie in der Vorwoche spekulativer Natur. Aber auch langfristig gehen Experten von einem nachhaltigen Preisanstieg des für die Automobilbranche wichtigen Rohstoffs aus: Zink wird neben der klassischen Anwendung im Korrosionsschutz auch für die Herstellung von Batterien verwendet und wird durch die zunehmende Elektromobilität immer wichtiger.

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