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MM-Index MM-Index-Check 36/2017: Ölpreis unter Druck

| Redakteur: Robert Horn

Nach einem schwachen Start bei 0,50 Punkten erholt sich der Index in der KW 36 auf ein gutes Niveau von 0,54 Punkten zur Wochenmitte. Der Ölpreis legt leicht zu, Tropenstürme in der Karibik setzen ihn unter Druck. Die in der letzten Woche stark gestiegenen Rohstoffpreise entspannen sich dagegen wieder etwas.

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Setzt sich aus 13 Parametern wie Rohstoffpreisen, Ölpreis oder konjunkturelle Lage zusammen: Der wöchentliche MM-Index.
Setzt sich aus 13 Parametern wie Rohstoffpreisen, Ölpreis oder konjunkturelle Lage zusammen: Der wöchentliche MM-Index.
(Bild: MM MaschinenMarkt )

Von Rohstoffpreisen über die Nachfragesituation bis zu Wechselkursentwicklungen: Der MM-Index fasst zusammen, was für den Maschinen- und Anlagenbau relevant ist. Der aus 13 Faktoren errechnete Wert spiegelt Woche für Woche die Stimmung in der Industrie wider.

Der Euro klettert auf Höchstniveau

Mit 1,2035 US-Dollar hat der Euro in KW 36 zwischenzeitlich seinen höchsten Wert seit Dezember 2014 erreicht. Seit dem zweiten Quartal 2017 legt der Euro kontinuierlich gegenüber der Weltleitwährung zu. Daran lassen sich deutlich die positiven Wirtschaftszahlen aus dem Euroraum ablesen – allen voran aus Deutschland.

Naturkatastrophen belasten den Ölpreis

Der Ölpreis legte wie auch in der Vorwoche leicht zu. Insbesondere die großen Tropenstürme über der Karibik und das Erdbeben in Mexiko setzen den Ölpreis weiter unter Druck. Ein möglicher Krieg mit Nordkorea hat aktuell wohl noch keinen spürbaren Einfluss auf den Ölpreis – Experten sind sich aber sicher, dass ein ein solcher Krieg den Ölpreis schwer belasten würde.

Bei den sonstigen Rohstoffen gab es stark spekulativ geprägte Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche, sodass Vorwochengewinne wieder verloren wurden. Der Preis für Eisenerz etwa fiel um rund 4 %, der Zinkpreis, der noch in der Vorwoche um 4,2 % gestiegen war, sackte um 4,9 % ab.

Kritik an EZB wird lauter

Viel Kritik aus Deutschland gab es an der erneuten Entscheidung der EZB, ihre Nullzins-Politik weiter fortzusetzen. Aus Sicht von EZB-Präsident Draghi ist die Ziel-Inflationsrate von knapp unter 2% im Euroraum noch nicht erreicht, Geld soll also weiter günstig bleiben. Die deutschen Sparer wünschen sich hingegen ein Ende der faktischen Geldentwertung auf ihren Sparkonten.#

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