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MM-Index MM-Index-Check 39/2017: Ölpreis vor der 60-Dollar-Marke

Redakteur: Robert Horn

Kaum Schwächen zeigt der MM-Index in der letzten Septemberwoche. Die Stimmung im Maschinen- und Anlagenblau beibt weiterhin solide. Als Risikofaktoren erweisen sich in KW 39 der steigende Ölpreis und der drastisch gestiegene Zinkpreis, bei dem Experten vor einer drohenden Angebotslücke warnen.

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Auf dem Cover des MM Maschinenmarkt 41/2017 ist der MM-Index der KW 39 zu sehen.
Auf dem Cover des MM Maschinenmarkt 41/2017 ist der MM-Index der KW 39 zu sehen.
(Bild: MM Maschinenmarkt)

Von Rohstoffpreisen über die Nachfragesituation bis zu Wechselkursentwicklungen: Der MM-Index fasst zusammen, was für den Maschinen- und Anlagenbau relevant ist. Der aus 13 Faktoren errechnete Wert spiegelt Woche für Woche die Stimmung in der Industrie wider.

Spaniens Referendum drückt auf den Euro

Der Euro zeigte sich in KW 39 bereits leicht belastet von dem anstehenden Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien und den damit verbundenen politischen Verwerfungen. Die europäische Gemeinschaftswährung verlor in Summe ein Prozent gegenüber dem US-Dollar und in ähnlicher Höhe auch gegenüber dem japanischen Yen und dem russischen Rubel.

Im Einzelnen gewann der Euro im Wochenvergleich gegenüber dem Yen 1,3 % hinzu, gegenüber Renminbi stieg er um 0,4 %, zum Rubel verlor der Euro 0,5 %.

Ölpreis erreicht Zweijahreshoch

Mit 59,02 USD pro Barrel erreichte der Ölpreis in KW 39 zwischenzeitlich ein Zweijahreshoch. Als Gründe werden von Experten einerseits das Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak und andererseits ein starker Anstieg der Nachfrage genannt. Gleichzeitig steigt des Angebot deutlich weniger schnell, was vor allem auf die Produktionsdrosselung der OPEC-Staaten und Russland zurückzuführen ist.

Sollte die Grenze von 60 USD pro Barrel erreicht werden, rechnen Marktkenner mit einer deutlichen Erhöhung der Produktion, was wiederum nach Marktgesetzen eine Preisreduzierung nach sich ziehen müsste. Die Bewegungen im Ölpreis bleiben also weiter spannend.

Mit 3205 USD pro Tonne hat Zink in KW 39 den höchsten Preis seit Beginn unserer Beobachtung erreicht. Experten sehen hier eine drohende Angebotslücke, die den Preis des Rohstoffs weiter steigen lässt.

DAX im Aufwind

Während der deutsche Staat wohl noch einige Wochen auf eine neue Regierung warten muss, zeigt sich die deutsche Industrie davon wenig beeindruckt. Der DAXsector Industrial Performance-Index befindet sich seit Anfang September wieder deutlich im Aufwind und notiert aktuell bei 6.706,86 Punkten.

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