MM-Index MM-Index-Check 47/2017: Die Lager leeren sich

Redakteur: Robert Horn

Nach einem guten Start in die Woche bricht der MM-Index kurzzeitig auf 0,50 Punkte ein und kann sich bis zum Wochenende kaum erholen. Vor allem die Verteuerung wichtiger Industriemetalle sowie ein weiterer Anstieg der Ölpreise sind dafür verantwortlich.

Firmen zum Thema

Der MM-Index auf der Titelseite des MM Maschinenmarkt, Ausgabe 49
Der MM-Index auf der Titelseite des MM Maschinenmarkt, Ausgabe 49
(Bild: MM Maschinenmarkt)

Von Rohstoffpreisen über die Nachfragesituation bis zu Wechselkursentwicklungen: Der MM-Index fasst zusammen, was für den Maschinen- und Anlagenbau relevant ist. Der aus 13 Faktoren errechnete Wert spiegelt Woche für Woche die Stimmung in der Industrie wider.

Die mögliche Groko stärkt den Euro

In der Vorwoche setzte der Euro seinen positiven Trend gegenüber dem US-Dollar fort und verteuerte sich auf Wochensicht um 1,2 %. Er notierte zum Wochenschluss bei 1,19 EUR/USD. Zwischenzeitlich stieg der Euro auf 1,1944 EUR/USD und notierte damit auf dem höchsten Stand seit September 2017.

Dies war vor allem der guten Entwicklung beim Ifo-Index und der Aussicht auf eine Große Koalition, welche sich zum Ende der Woche abzeichnete, geschuldet. Auch gegenüber den anderen Währungen im MM-Index verteuerte sich der Euro. Auch der Yen konnte sich gegenüber dem US-Dollar stärken. Dies war bedingt durch die sehr gute Exportquote der japanischen Wirtschaft mit 14 % (YoY).

Ölpreis und Metalle werden teurer

Die Preise für Industriemetalle setzen ihren Aufwärtstrend fort. Dies ist der aktuellen Lagerbestandsentwicklung geschuldet. So reduzierten sich vor allem die Lagerbestände bei Aluminium und Kupfer, sodass diese sich um 2,2 % respektive 2,7 % auf Wochensicht verteuerten. Nickel konnte sich nach dem deutlichen Preisrückgang wieder erholen und notierte zum Wochenende mit 3,2 % bei 11.945,20 USD je Tonne.

Kurz vor dem OPpec-Treffen diese Woche am 30. November dominieren Spekulationen über eine Verlängerung der Förderbegrenzung bis Ende 2018 die Ölpreisentwicklung. So legte der Ölpreis zum Wochenende noch einmal zu und verteuerte sich auf Wochensicht um 1,5% auf 63,72 USD je Barrel Brent.

(ID:45029628)