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MM-Index MM-Index-Check 48/2017: Eisenerzpreis drückt die Stimmung

Redakteur: Robert Horn

Am 24.11. erreicht der MM-Index kurzzeitig den bisherigen Tiefststand seit Erfassung der Index-Daten (0,44 Punkte). Das Stimmungsbarometer der Industrie erholt sich davon jedoch schnell und klettert im Verlauf der Woche auf 0,57 Punkte. Ein Indiz für den Einbruch ist der stark gestiegene Preis für Eisenerz (+ 12,6 %).

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Die letzte Ausgabe des Jahres zeigt den MM-Index der KW 48.
Die letzte Ausgabe des Jahres zeigt den MM-Index der KW 48.
(Bild: MM Maschinenmarkt)

Von Rohstoffpreisen über die Nachfragesituation bis zu Wechselkursentwicklungen: Der MM-Index fasst zusammen, was für den Maschinen- und Anlagenbau relevant ist. Der aus 13 Faktoren errechnete Wert spiegelt Woche für Woche die Stimmung in der Industrie wider.

Der Euro verliert gegenüber dem US-Dollar

In der Vorwoche verlor der Euro zum US-Dollar, nach seinem zwischenzeitlichen Höchststand, im vierten Quartal leicht um - 0,6 %, auf jetzt 1,186 US-Dollar. Hier kann unter anderem die für US-Unternehmen positiv bewertete Steuerreform Impulse für den Dollarkurs geliefert haben. Zu den restlichen Währungen lag eine Seitwärtsbewegung vor.

Rohstoffentwicklung uneins

In China wurden in der vergangenen Woche Zahlen zum Einkaufsmanagerindex veröffentlicht. Der Index stieg um 0,2 Punkte und kletterte damit auf 51,8 Punkte. Dies lag über der erwarteten Steigerung durch Analysten. Somit liegt der Index nun 16 Monate in Folge über der wichtigen Schwelle von 50 Punkten.

Dieser Impuls wirkte sich jedoch kaum auf die Rohstoffmärkte aus. So stieg der Preis für Eisenerz zwar mit + 12,6 % stark an, Nickel (- 6,0 %), Kupfer (- 2,8 %) und Alu (- 2,4 %) verloren jedoch deutlich.

Ölförderung weiter gedrosselt

Die Opec hat am 30. November die Verlängerung der Förderbegrenzung bis Ende 2018 beschlossen. Im Verlauf der Woche stieg der Ölpreis weiter an (+ 0,6 %) und notiert aktuell bei 63,69 US-Dollar je Barrel Brent. Zum Wochenbeginn ließen die Preise allerdings wieder etwas nach. Langfristig wird durch den Eingriff allerdings weiterhin von einer Stabilisierung des Öl-Preises ausgegangen.

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