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MM-Index MM-Index-Check KW 05/2016: Ein Knick nach unten

| Autor: Robert Horn

Im Verlauf der KW 5 verschlechtert sich die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau, der MM-Index sackt von soliden 0,54 Punkten auf zwischenzeitliche 0,48 Punkte ab. Rohstoffpreise, etwa für Aluminium oder Erdöl, ziehen kurzzeitig an. Im Verlauf der Woche beruhigt sich der Index allerdings wieder.

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Die Titelseite des MM MaschinenMarkt 07/2015 zeigt den Index aus KW 5.
Die Titelseite des MM MaschinenMarkt 07/2015 zeigt den Index aus KW 5.
(Bild: MM)

Für die Berechnung des MM-Index werden insgesamt 13 Parameter, die die Lage des Maschinenmarktes beeinflussen, je nach Relevanz für die Branche gewichtet. Die Kurve des MM-Index liegt immer zwischen 0 und 1. In 2015 lag der bisherige Tiefststand bei 0,44 Punkten (03.12.2015), der bisherige Höchststand bei 0,60 (19.1.2016).

Eurokurs schwächt MM-Index

Der Eurokurs gewinnt gegenüber dem US-Dollar um etwa 3 % und liegt bei 1,14 Dollar. Die Entwicklung liegt vor allem am US-Dollar: Die amerikanische Währung steht unter Druck, weil immer weniger Marktteilnehmer von weiteren Zinsanhebungen der US-Notenbank ausgehen. Zudem setzten negative Konjunkturnachrichten den Dollar unter Druck.

Am Donnerstag wurde bekannt, dass die US-Industrie im Dezember einen deutlichen Auftragsrückgang verkraften musste. Zudem gewinnt der Euro gegenüber dem Rubel (5,21 %) und dem chinesischen Yuan (2,83 %) an Wert.

Gewinneinbruch der Ölmultis

Im Fokus der abgelaufenen Woche standen die veröffentlichen Geschäftsberichte der Erdölbranche. So ist der Gewinne etwa von Shell dramatisch von fast 15 Mrd. USD auf 1,94 Mrd. Dollar im vergangenen Jahr eingebrochen. Weitere Unternehmen wie Statoil vermelden ähnlich Zahlen. Der Druck auf Unternehmen der Ölbranche steigt durch den weiterhin niedrigen Ölpreis. Zuletzt haben auch Spekulationen auf eine mögliche Förderkürzung die Preise nach oben getrieben. Nach Aufwärtstrend in der letzten Woche verliert der Ölpreis wieder um 4,8 % und liegt bei 34,12 Euro für ein Barrel der Marke Brent.

In KW 05 ist die Entwicklung der Rohstoffpreise von Zink und Nickel zu nennen. Der Preis für Nickel fällt gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche deutlich um 5,75 % auf 8.155,0 USD/t. Der Preis für Zink erholt sich um 3,30 %.

Der erhebliche Preisanstieg von Zinn aus der Vorwoche schwächt sich in KW 5 ab. Der Preis für Zinn erholt sich gegenüber der Vorwoche dennoch mit weiteren 2,27 %.

Ein kurzzeitiger Absturz

Am 3.2.2016 fiel der MM-Index kurzzeitig auf ein Tief von 0,48 Punkten. Faktoren dafür waren zum Beispiel die Aluminiumpreise. Sie stiegen am 3.2. von 1510 Dollar/kg im Verlauf des Tages auf 1523 Dollar/kg. Auch die Zink- und Nickelpreise stiegen an diesem Tag leicht an. Rohstoffpreise fließen mit 15 % in die Gesamtwertung des MM-Index ein; Erdöl mit 3 %. Der Erdölpreis stieg am 3.2. auf 35,25 Dollar/Barrel, nachdem er am Tag zuvor auf gut 32,6 Dollar/Barrel gesunken war.

Ein weiterer Faktor für den Negativausschlag des MM-Index: Der Aktienindex Prime Industrie gab am 3.2. kurzzeitig nach und fiel unter 4500 Punkte, erholte sich im Lauf der nächsten Tage allerdings wieder.

Auf dem Devisenmarkt beeinflusste wiederum der Euro-Dollar-Kurs sowie der Euro-Renminbi-Kurs die Index-Kurve und unterstützten den Fall nach unten. Einzig der Rubel-Kurs steuerte dieser Entwicklung entgegen.

* Tim Schneider ist Senior Consultant bei Struktur Management Partner, einem der drei MM-Index-Partner.

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