Suchen

MM-Index MM-Index-Check KW 06/2016: Turbulente Tage

| Autor: Robert Horn

Rohstoff- und Devisenmärkte unter Druck: Der MM-Index, Stimmungsbarometer des Maschinen- und Anlagenbaus, erlebt eine turbulente Februarwoche. Bereits am 8. Februar fiel der Index auf 0,47 Punkte, erholte sich auf solide 0,55 Punkte und rutschte erneut ab auf 0,49 Punkte. Die Faktoren dafür erklärt unser Partner SMP im Detail.

Die Titelseite des MM MaschinenMarkt 08/2015 zeigt den Index aus KW 6.
Die Titelseite des MM MaschinenMarkt 08/2015 zeigt den Index aus KW 6.
(Bild: MM)

Für die Berechnung des MM-Index werden insgesamt 13 Parameter, die die Lage des Maschinenmarktes beeinflussen, je nach Relevanz für die Branche gewichtet. Die Kurve des MM-Index liegt immer zwischen 0 und 1. In 2015 lag der bisherige Tiefststand bei 0,44 Punkten (03.12.2015), der bisherige Höchststand bei 0,60 (19.1.2016).

Gestärkter Euro

Der US-Dollar geriet nach moderateren Tönen von US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen bezüglich weiterer Zinsanhebungen unter Druck. Der Euro gewinnt gegenüber dem US-Dollar um etwa 1 % und liegt bei 1,12 Dollar. Zwischenzeitlich erreichte der Euro mit über 1,14 Dollar gar ein Dreieinhalbmonatshoch.

Zudem legt der Euro zum Rubel mit 2,56 % zu und markiert 88,39 Euro/RUB. Lediglich gegenüber dem japanischen Yen gerät der Euro unter Druck und verliert 2,18 % zur Vorwoche.

Rohstoffe unter Druck

Nachdem sich der Ölpreis in der Vorwoche auf 34,12 Euro für ein Barrel Brent erholte, hält die positive Entwicklung des Ölpreises nicht an. In KW 6 fällt der Ölpreis wieder deutlich um 4,02 % auf 32,75 %.

Insbesondere die Nachricht der Internationalen Energieagentur, dass der Angebotsüberschuss im ersten Halbjahr 2016 sogar noch höher sein könnte als anfänglich angenommen, stützte diese Entwicklung. Dennoch lassen neue Hinweise darauf, dass sich die OPEC und einige Nicht-OPEC-Länder auf Produktionskürzungen einigen könnten, auf eine Erholung des Ölpreises in KW 8 schließen.

Schwache asiatische Aktienmärkte setzen den Rohstoffmarkt weiterhin unter Druck. Nickel verliert gegenüber der Vorwoche stark um - 4,25 % auf rund 7700 USD je Tonne. Zwischenzeitlich fällt der Nickel in KW 6 auf ein 13-Jahrestief.

Der fortlaufende Preisverfall von Nickel lässt sich auf die weiterhin schwache chinesische Stahlproduktion zurückführen. Insbesondere australische Nickelminen geraten zunehmen unter Druck. Meldungen zu möglichen Produktionskürzungen sind daher in den kommenden Wochen zu verfolgen, könnte diese doch zu einer Erholung des Nickelpreises führen.

Diesem Trend folgt der Preis für Kupfer. Der Preis für eine Tonne fällt um 2,72 % auf 4.493 USD. Aluminium schließt zum Ende der Woche mit rund 1500 EUR je Tonne und setzt seine Seitwärtsbewegung fort. Die restlichen im MM-Index betrachteten Rohstoffe verzeichnen eine moderater Entwicklung (Eisenerz + 1,41 %; Zink +1,61 %; Zinn +0,58 %).

Aktienmarkt gibt nach

Die turbulente Entwicklung der Devisen und des Rohstoffmarkts schlagen sich auch auf den Aktienmarkt nieder. Im Vergleich zur Vorwoche schließt der betrachtete Industriewert Prime deutlich mit - 4,26 % unter Vorwoche.

* Tim Schneider ist Consultant bei Struktur Management Partner, einem der drei MM-Index-Partner.

(ID:43875475)

Über den Autor