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MM-Index MM-Index-Check KW 37/2016: Es fehlen die Impulse

| Autor / Redakteur: Tim Schneider / Robert Horn

Die gute Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau lässt deutlich nach. Zwar hält sich der MM-Index in der KW 37 weiterhin im positiven Bereich, über 0,54 Punkte zur Wochenmitte reicht es aber nicht. Der Frachtpreisindex hält sich, trotz Haijin-Pleite (noch) auf historischem Tiefststand.

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Der MM-Index der KW 37 ist auf dem Titelblatt des MM MaschinenMarkt 39/2016 abgebildet.
Der MM-Index der KW 37 ist auf dem Titelblatt des MM MaschinenMarkt 39/2016 abgebildet.
(Bild: MM MaschinenMarkt)

Für die Berechnung des MM-Index werden insgesamt 13 Parameter, die die Lage des Maschinenmarktes beeinflussen, je nach Relevanz für die Branche gewichtet. Die Kurve des MM-Index liegt immer zwischen 0 und 1. In 2015 lag der bisherige Tiefststand bei 0,44 Punkten (03.12.2015), der bisherige Höchststand bei 0,60 (19.1., 23.2. und 22.8.2016).

Ruhige Zeiten für den Euro

Insgesamt gab es in KW 37 wenig Bewegung im Devisenmarkt, berichten die Experten von SMP. Getrieben durch US-Inflationsdaten hat der Euro in 0,7 % gegenüber dem US-Dollar verloren. Gegenüber dem Rubel konnte der Euro dagegen leicht zulegen und stand zum Wochenende bei 73,12 Euro/RUB.

Ölpreis bleibt weiterhin im Keller

Der Erdölpreis ist zum Ende der KW 37 auf 45,88 USD/t gesunken und lag damit 4,7 % unter dem Wert der Vorwoche. Ein signifikanter Anstieg ist weiterhin nicht zu erwarten, da insbesondere der Iran weiterhin plant, seine Fördermengen zu steigern und damit das globale Angebot zu erhöhen. Im Juli war der Ölpreis zuletzt über die 50-Dollar-Marke geklettert. Vor einem Jahr lag der Ölpreis auf leicht höherem Niveau (49 US-Dollar pro Barrel), 2014 stand der Preis noch bei über 100 Dollar pro Barrel.

Rohstoffpreise fallen

Bewegung gibt es nach wie vor auf dem Rohstoffmarkt. Kupfer war dabei der einzige Rohstoff mit Wertzuwachs in KW 37: Mit 4.771,50 USD/t legte er um 3,4 % gegenüber der Vorwoche zu. Der Preis für Eisen fiel minimal, auch Aluminium, Zink und Nickel wurden in KW 37 günstiger gehandelt. Nickel verlor dabei 5,5 % an Wert, so die Experten von SMP, der Preis für Zink sank um immerhin 3,5 %.

Frachtpreise historisch niedrig

Die Hajin-Pleite schlägt derzeit hohe Wellen in der Logistikbranche. Auf die Frachtpreise in der KW 37 haben die Entwicklungen keine Auswirkungen.Der Frachtpreisindex bleibt mit 331 Punkten auf historisch niedrigem Niveau. Die Pleite der koreanischen Reederei Hanjin macht sich damit noch nicht in steigenden Frachtpreisen bemerkbar.

* Tim Schneider ist Senior Consultant unseres MM-Index-Partners, der Struktur Management Partner GmbH

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