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MM-Index MM-Index-Check KW 40/2016: Öl wird teurer

| Autor / Redakteur: Tim Schneider / Robert Horn

Anfang Oktober verschlechtert sich die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau merklich. Wie schon in der Vorwoche rutscht das Stimmungsbarometer auf 0,49 Punkte – und das gleich drei Mal. Erst zum Wochenende steigt die Stimmung wieder an. Schwankungen am Aktienmarkt und teilweise gestiegene Rohstoffpreise sind dafür verantwortlich.

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Auf dem aktuellen Titelbild der Ausgabe 42 ist der MM-Index der KW 40 zu sehen.
Auf dem aktuellen Titelbild der Ausgabe 42 ist der MM-Index der KW 40 zu sehen.
(Bild: MM MaschinenMarkt)

Für die Berechnung des MM-Index werden insgesamt 13 Parameter, die die Lage des Maschinenmarktes beeinflussen, je nach Relevanz für die Branche gewichtet. Die Kurve des MM-Index liegt immer zwischen 0 und 1. In 2015 lag der bisherige Tiefststand bei 0,44 Punkten (03.12.2015), der bisherige Höchststand bei 0,60 (19.1., 23.2. und 22.8.2016).

Der Eurokurs bleibt weiterhin stabil

Robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone sorgen für einen relativ stabilen Eurokurs in KW 40. Insbesondere gegenüber dem US-Dollar gab es wenig Bewegung. Gegenüber dem Russischen Rubel musste die europäische Gemeinschaftswährung jedoch einen leichten Rückgang um 1,7 % hinnehmen, was auf den steigenden und für Russland sehr wichtigen Ölpreis zurückgeführt werden kann.

Russlands Ankündigung lässt Ölpreis steigen

Der Ölpreis hat in KW 40 weiter zugelegt (+ 5,6 %). Ein Barrel der Marke Brent kostete erstmals in 2016 wieder über 50 USD, am Donnerstag sogar 52,53 USD. Soviel hatte Öl zuletzt vor genau einem Jahr, Anfang Oktober 2015, gekostet. Ein wichtiger Grund für die Preissteigerung ist die Ankündigung des nicht OPEC-Mitglieds Russland, ein Einfrieren der Fördermengen zu unterstützen.

Andere wichtige Rohstoffe wurden in KW 40 dagegen leicht günstiger. Nickel verlor 3,6%, Eisenerz 2,9 %, Zink 2,7 % und Kupfer 1,9 %.

Der Grund für den Rückgang bei Eisenerz ist die Aussicht auf steigende Produktion in den zweit- und drittgrößten Abbauländern Australien und Brasilien.

Frachtpreise weiter im Sinkflug

Die Frachtpreise sinken und sinken. Der Frachtpreisindex hat erneut 2 Punkte verloren und liegt nun bei 326 Punkten, dem weiterhin niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen.

* Tim Schneider ist Senior Consultant unseres MM-Index-Partners, der Struktur Management Partner GmbH

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