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Elektromobilität

Mobile Brennstoffzelle soll Batteriefahrzeuge ergänzen

30.03.2010 | Autor / Redakteur: Annedore Munde / Annedore Munde

„In der Zukunft kann die mobile Brennstoffzelle Batteriefahrzeuge sehr gut ergänzen“, sagt Tobias Renz, Organisator des Gemeinschaftsstandes für Wasserstoff und Brennstoffzellen auf der Hannover-Messe 2010. Bild: Tobias Renz Fair
„In der Zukunft kann die mobile Brennstoffzelle Batteriefahrzeuge sehr gut ergänzen“, sagt Tobias Renz, Organisator des Gemeinschaftsstandes für Wasserstoff und Brennstoffzellen auf der Hannover-Messe 2010. Bild: Tobias Renz Fair

Die Hannover-Messe 2010 präsentiert erstmals alle für Elektromobilität relevanten Techniken unter einem Dach. Tobias Renz, Organisator des Gemeinschaftsstandes für Wasserstoff und Brennstoffzellen und Geschäftsführer der Tobias Renz Fair, spricht im Exklusiv-Interview über Inhalte und Erwartungen an das neue Messekonzept.

Herr Renz, durch eine optimierte Hallenstruktur soll die Weiterentwicklung der Energiethemen für die Messe-Besucher übersichtlicher dargestellt werden. Wo knüpft der Gemeinschaftsstand Brennstoffzellen inhaltlich an?

Renz: Nur der aus regenerativen Energien erzeugte Wasserstoff ist auch nachhaltig, dies wird in vielen Diskussionen und Werbefilmen gerne „vergessen“. Bei gespeichertem Strom in Batterien ist das ebenso. Für die Frage der Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist entscheidend, wie der Wasserstoff beziehungsweise der Strom erzeugt wurde, und nicht, wie er gespeichert wurde.

Der Gemeinschaftsstand Wasserstoff und Brennstoffzellen passt also sehr gut in das Umfeld der regenerativen Energien in Halle 27. Ein weiterer Themenschwerpunkt in der Halle sind die Themen hybride und elektrische Antriebstechnologien der Mobilitec. Auch hierzu gibt es sehr viele Überschneidungen mit der Brennstoffzelle.

Die Brennstoffzelle gilt als komplementäre Technik zur Batterie. Wo sind die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede?

Renz: Ein Schwachpunkt von Batterien in Fahrzeugen liegt im Moment in der geringen Reichweite von zirka 100 km und den langen Ladezeiten von mehreren Stunden. Auf dem Gemeinschaftsstand werden einige Fahrzeuge mit Brennstoffzellen als „Range Extender“ zu sehen sein. Die Batterie wird automatisch von der Brennstoffzelle wieder aufgeladen, die Reichweite eines Fahrzeuges kann somit auf zirka 500 km deutlich erweitert werden.

Batterien in stehenden Fahrzeugen, zum Beispiel in Reisemobilen, Polizei- und Ambulanzfahrzeugen, können nur eine sehr begrenzte Zeit Strom liefern. Mit einer Brennstoffzelle an Bord wird die Batterie immer wieder aufgeladen, eine zuverlässige Stromversorgung kann somit auch im Stand über mehrere Tage gewährleistet werden. Meiner Meinung nach liegt die Zukunft der Elektrofahrzeuge in Hybridfahrzeugen, in einer Kombination aus Batterie und Brennstoffzellen.

Welche Inhalte werden an dem Gemeinschaftsstand präsentiert?

Renz: Neben mobilen Anwendungen in Fahrzeugen vom Scooter über das Auto bis zur autarken Stromversorgung in Campingfahrzeugen werden auch stationäre gezeigt, beispielsweise Heizungsanlagen, netzunabhängige Strom- und Notstromversorgung. Portable Brennstoffzellen zum Betrieb von MP3-Player und Mobiltelefon werden ebenfalls präsentiert.

Weitere Themen sind: aktueller Stand aus Forschung und Wissenschaft, Wasserstoffproduktion, Brennstoffzellenkomponenten, Testsysteme für Brennstoffzellen, Reformer sowie Wasserstofftransport, -lagerung und -infrastruktur.

Was ist aus Ihrer Sicht das Highlight des Gemeinschaftsstandes?

Renz: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Institut für Technische Thermodynamik, Stuttgart präsentiert das weltweit erste bemannte und ausschließlich mit Brennstoffzellen angetriebene Flugzeug. Mit dem Motorsegler Antares DLR-H2 werden Brennstoffzellensysteme bereits im Einsatz beziehungsweise in der Luft getestet. Ziel ist es, zukünftig in der kommerziellen Luftfahrt die Bordstromversorgung mit Brennstoffzellen zu gewährleisten, der Antrieb ist in nächster Zeit noch nicht zu sehen.

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