Großteilefertigung Mori Seiki setzt in USA neuen Benchmark

Redakteur: Ken Fouhy

Mit der Eröffnung einer 20.000-m²-Fabrik im kalifornischen Davis hat Mori Seiki, Nagoya, Japan, seine erste Produktionsanlage in den USA eröffnet. Zurzeit werden zehn horizontale Bearbeitungsmaschinen NHX 4000 im Monat produziert.

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Die neue Fertigung wurde am bisherigen Mori-Seiki-DTL-Engineering-Standort in Davis errichtet.
Die neue Fertigung wurde am bisherigen Mori-Seiki-DTL-Engineering-Standort in Davis errichtet.
(Bild: Fouhy)

Mori Seiki plant aber, sowohl weitere Mori-Baureihen als auch DMG-Maschinen aus der Kooperation mit DMG im kommenden Jahr dort zu fertigen. Am Ende sollen dort 100 Maschinen im Monat produziert werden, sagt Mori Seiki-Vorstandsvorsitzender Masahiko Mori. Die Produktion setzt auch einen neuen Maßstab für die automatisierte Fertigung im DMG-Mori-Seiki-Verbund. In drei flexiblen Fertigungslinien (LPP) werden die Maschinenbetten und Teile gefertigt.

Mori Seiki produziert in hochautomatisierten Fertigungslinien

Für die Maschinenbettenbearbeitung stehen zwei Mitsubishi-Gantryfräsmaschinen, die von einem Gantryroboter/-kran bedient werden, zur Verfügung. Mit Platz für 16 Maschinenbetten und Bearbeitungszeiten von circa zwei Stunden kann die Anlage mehr als 24 h mannlos fahren.

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Maschinenteile werden in zwei weiteren flexiblen Fertigungslinien, die auch hochautomatisiert sind, hergestellt. Die erste Linie besteht aus drei NHX-10000-Bearbeitungszentren, einer Waschstation, zwei manuellen und zwei mit Robotern bestückten Beladestationen, einem Fanuc-2000i-Roboter und 60 Palettenplätzen. Die zweite Linie besteht aus zwei NHX-6300-Zentren, einer Waschstation, vier Beladestationen, einem Fanuc-900i-Roboter und 40 Palettenplätzen.

Mori Seiki setzt neuen Maßstab bei der Effizienz in der Fertigung

Nach Aussage von Mori ist die LPP-Anlage viel effizienter als die bisherigen Produktionsweisen des Unternehmens. Die kleinere Linie zum Beispiel ist mit nur einer Person zu bedienen, im Vergleich zu drei Personen bei einer ähnlichen konventionellen Fertigung. In der Montage geht Mori auch neue Wege mit der Implementierung einer flexiblen Fertigungslinie. Statt an einem Produktionsband werden die Maschinen auf Luftkissen transportiert. Siehe auch Interview mit Masahiko Mori.

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