Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Messe

Motek setzt auf konkrete Tipps für die Praxis

| Autor / Redakteur: Melanie Krauß / Victoria Sonnenberg

Mehr als 800 Aussteller sind bei der diesjährigen Motek vertreten. Bereits im Februar – und damit rund 15 Wochen nach der letzten Motek – waren drei Viertel der Ausstellungsfläche gebucht.
Mehr als 800 Aussteller sind bei der diesjährigen Motek vertreten. Bereits im Februar – und damit rund 15 Wochen nach der letzten Motek – waren drei Viertel der Ausstellungsfläche gebucht. (Bild: P. E. Schall GmbH & Co. KG)

Die diesjährige Motek steht ganz im Zeichen der automatisierten Montageprozesse. Für das Zukunftsthema Smart Factory will die Messe mit mehr als 800 Ausstellern und einem entsprechenden Rahmenprogramm konkrete Hilfestellungen geben.

Das weltgrößte Angebot an Lösungen für die Automatisierung der Montage – nichts weniger als das verspricht die diesjährige Motek, die internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung. Vom 8. bis 11. Oktober findet sie in der Landesmesse Stuttgart zum 37. Mal statt. Erwartet werden rund 40.000 Besucher aus über 100 Nationen auf knapp 65.000 m2 Fläche.

Neben Abläufen, die manuell erledigt werden müssen, setzt die Motek ihren Schwerpunkt auf automatisierte Montageprozesse. Ob mit cleveren Algorithmen ausgestattete Montageroboter, Materialhandling- und Zuführsysteme, fahrerloser Transport, Greifsystemkomponenten oder Software zur Kollisionsberechnung – die Motek 2018 präsentiert viele verschiedene Neuheiten. Die Gemeinsamkeit sind intelligente Schnittstellen und die Fähigkeit, untereinander und vor allem mit dem Leitsystem zu kommunizieren. „Unternehmen haben inzwischen einen Fahrplan, was das Zukunftsthema Smart Factory angeht. Entsprechend gezielter richtet sich die Nachfrage nach konkreten Hilfestellungen und umso höher werden auch die Anforderungen an das Ausstellungsangebot der Messe“, so Projektleiter Rainer Bachert.

Das Rahmenprogramm bietet verschiedene Fachforen mit Vorträgen von Referenten aus Praxis und Forschung. Dabei stehen insbesondere praktische Nutzungsmöglichkeiten im Fokus.
Das Rahmenprogramm bietet verschiedene Fachforen mit Vorträgen von Referenten aus Praxis und Forschung. Dabei stehen insbesondere praktische Nutzungsmöglichkeiten im Fokus. (Bild: P. E. Schall GmbH & Co. KG)

Wie in den vergangenen Jahren begonnen, will sich die Messe in ihrem Aufbau mehr und mehr an den Strukturen des Fertigungsalltags orientieren. Das soll für bessere Orientierung und kürzere Wege sorgen. Dieses Jahr werden die folgenden Themensegmente neu sortiert: Grundmaschinen und Verkettungssysteme, Halbzeuge (beispielsweise Profilsysteme), Sicherheitstechnik (zum Beispiel Schutzzäune) sowie manuelle Montagesysteme, Intralogistik und Betriebseinrichtungen. Auch sollen Industrieroboter und Manipulatoren sowie die Prozesstechnologie teilweise ins neue System eingegliedert werden.

Rahmenprogramm bietet Besuchern praktischen Nutzwert

Ein attraktives Rahmenprogramm soll für tiefergehende Informationen zu den neusten Trends und Techniken sorgen – immer unter dem Aspekt des optimalen Nutzwerts für die Praxis. So findet in diesem Jahr zum zweiten Mal das noch recht junge Fachforum „Sicherheit + Automation“ in Halle 8 statt. Ausgerichtet wird es vom Kooperationspartner Pilz. Der Schwerpunkt des Forums soll dieses Jahr auf der sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration und der dazu notwendigen Sensorik liegen. Zudem beziehen die Vorträge das Thema Recht rund um die Maschinensicherheit in der Fabrik der Zukunft mit ein.

  • Den Auftakt macht Klaus Löffler von Trumpf Lasertechnik. Er spricht über Prozesssicherheit dank photonischer Prozesse in der Smart Factory.
  • Es folgt Michael Moog von Pilz mit einer Einführung zur CE-Konformität versus reale, weltweite Anforderungen an die Maschinensicherheit.
  • Dr. Detlev Richter, TÜV Süd, referiert zur Sicherheitsarchitektur 4.0, der sicheren Vernetzung von Maschinen und Robotern.
  • Nach der Mittagspause sprechen Jochen Vetter und Andreas Kotschner von Pilz über sichere Sensorik für Roboterapplikationen.
  • Thomas Suchanek von Yaskawa Europe knüpft mit seinem Fachvortrag an das Thema sichere Mensch-Roboter-Kollaboration an.
  • Es folgt David Korte von der Universität Stuttgart mit seiner Sicht auf die sichere Kollaboration in der Automobilproduktion der Zukunft.
  • Zu rechtlichen Fallstricken in der Automation zeigt Bodo Kälble von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall, wie unnötiges Tauziehen von Betreiber und Hersteller vermieden werden kann.
  • Abschließend berichtet Volker Sieber von Schnaithmann Maschinenbau über praktikable Lösungen zum Thema Industrie 4.0 für Mittelständler.

Mehr Akzeptanz für die digitalisierte Produktion

Darüber hinaus engagiert sich der Messepartner VDI (Verein Deutscher Ingenieure e.V.) mit dem „VDI-Forum: Digitalisierung in der Produktion“. Dieses soll mit zahlreichen Fachvorträgen einen wertvollen Beitrag zu mehr Verständnis und mehr Akzeptanz der digitalisierten Produktion in Klein- und Mittelstandsunternehmen (KMU) leisten. Die Veranstaltungsreihe beschäftigt sich vor allem auch mit den praktischen Nutzungsmöglichkeiten von Informationsflüssen in der Produktion.

Schwestermesse Bondexpo Die Kombination mit der parallel stattfindenden Bondexpo – Internationale Fachmesse für Klebtechnologie ist ein Gewinn für Besucher wie Aussteller. „Weil die Bondexpo innovative Klebelösungen zeigt, die Probleme bei der Montage lösen, ist sie genau die richtige Ergänzung zur Motek“, sagt Projektleiter Rainer Bachert. Die Schwestermesse zeigt unter anderem, wie Komponenten und Baugruppen aus Hightech-Kunststoffen, CVK sowie Hybrid- und Composite-Materialien rationell und qualitativ zusammenmontiert werden können.

In der „Arena of Integration“ von der Landesnetzwerk Mechatronik BW GmbH soll gezeigt werden, wie unterschiedliche Kompetenzzentren intelligent, digitalisiert und lösungsorientiert zum Nutzen des Anwenders zusammenarbeiten. Bei dem Netzwerk handelt es sich um einen Zusammenschluss von Start-ups bis zu Global Playern, die für die Präsentation sowohl themen- als auch prozessspezifische Szenarien nutzen.

Und auch der Messeveranstalter P. E. Schall organisiert in diesem Jahr wieder das Aussteller-Forum. Referenten von ausstellenden Unternehmen berichten in wechselnden Vorträgen über die Theorie und Praxis moderner, leistungsgerechter Produktions- und Montageautomatisierung. Das Vortragsspektrum erstreckt sich dabei von der Eignung der Komponenten für bestimmte Anforderungen bis hin zu Erfahrungsberichten über den Einsatz von Verfahren und flexiblen Montagesystemen.

Ob Mensch-Roboter-Kollaboration, digitale Transformation in der Fertigung oder varianten- und stückzahlflexible Montage: Die Motek will als Weltleitmesse zeigen, wohin die Reise in der Produktions- und Montageautomatisierung geht. Um das zu erreichen bietet sie den Besuchern in diesem Jahr nicht nur ein überarbeitetes Themenkonzept, sondern auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Tiefgang und Erfahrungen aus der Praxis.

Kuka auf der Motek 2018

Automatisierungslösungen

Kuka auf der Motek 2018

22.08.18 - Auf der Motek zeigt Kuka Automatisierungslösungen von MRK- und Pick-and-Place-Anwendungen über ready2use Zellen bis hin zur intuitiven Bedienung mit dem neuen smart Pad und der Vernetzung der Fertigungswelt. lesen

Service-Intervalle je nach Maschinenauslastung planen

Automatisierung

Service-Intervalle je nach Maschinenauslastung planen

20.09.18 - Baumüller präsentiert auf der Motek 2018 Neuentwicklungen aus den Bereichen Automatisierung und Antriebstechnik. Dazu zählt unter anderem ein Optimierungs- und Monitoringtool, mit dem sich Service-Einsätze gezielt planen lassen. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45490703 / Montage/Handhabung/Robotik)

Themen-Newsletter Automatisierung abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Dossier Maschinensicherheit 2019

Funktionale Sicherheit in allen Facetten

Ohne geht's nicht: Maschinensicherheit steht bei Konstrukteuren und Entwicklern ganz oben auf der Prioritätenliste – Hier die spannendsten Artikel der letzten Monate rund um die Funktionale Sicherheit in einem Dossier zusammengefasst. lesen

Sonderausgabe elektrotechnik AUTOMATISIERUNG

Konstruktion & Integration von Industrierobotern

Der Roboter als Komponente und Joker: In der Sonderausgabe "Robotik & Automation" erhalten Sie Tipps, Tricks und Praxis-Insights für Konstruktion, Automation und Integration von Insutrierobotern. lesen