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Modularer Maschinenbau

Motion Controls für elektrohydraulische Achsen

| Redakteur: Stefanie Michel

Fein skalierbares Leistungsspektrum: Von schaltschrankloser Einzelachsregelung bis zu komplexen Multiachsanwendungen im gemischten Betrieb.
Fein skalierbares Leistungsspektrum: Von schaltschrankloser Einzelachsregelung bis zu komplexen Multiachsanwendungen im gemischten Betrieb. (Bild: Rolf Nachbar)

Vom dezentralen Ein-Achs-Regler bis zur Multi-Achs-Steuerung die gleiche Software und ein identisches Engineering: das verspricht Bosch Rexroth mit seinen Portfolio an Motion Controls für elektrohydraulische Achsen.

Kostendruck und möglichst kurze Entwicklungszeiten forcieren den Trend zur Modularisierung von Maschinen und Anlagen. Konstrukteure suchen Lösungen, bei denen sie elektromechanische und elektrohydraulische Achsen beliebig miteinander kombinieren und anwendungsgerecht skalieren können, ohne tief in die Software eingreifen zu müssen. Rexroth will diese Modularisierung mit einem fein abgestuften Portfolio an Motion Controls für elektrohydraulische Achsen vereinfachen. Sie umfassen bei gleichen offenen Programmierstandards und Engineeringtools das Spektrum vom schaltschranklosen Ein-Achs-Regler über die Schaltschrankvarianten bis hin zur Mehrachssteuerung für eine Vielzahl von elektrohydraulischen und elektromechanischen Achsen.

Identische Engineeringtools für alle intelligenten Antriebe

Multi-Ethernet-Schnittstellen und Standards wie OPC UA sollen die nahtlose horizontale und vertikale Vernetzung der elektronifizierten Hydraulik gewährleisten. Damit fügt sie sich steuerungsunabhängig in verschiedenste Automatisierungsarchitekturen bis hin zu Industrie 4.0-Umgebungen ein.

Die Ein- und Multi-Achs-Motion Controls für hydraulische Aktoren schließen dezentral den Regelkreis und entlasten die übergeordnete Steuerung. Als einziger Hersteller setzt Rexroth identische Steuerungshardware-Plattformen sowie durchgängige Softwarestandards auf Basis der IEC 611331-3 und identische Engineeringtools für alle intelligenten Antriebe ein. Das eröffne Maschinenherstellern hohe Freiheitsgrade, mit minimalen Software-Eingriffen technologieübergreifend Art und Anzahl der Antriebe in ihren Konzepten kundenspezifisch zu variieren. Einmal geschriebene Programmteile können sie einfach auf alle Motion Controls übertragen.

Digitale Zwillinge verkürzen Time to market

Die Software von Rexroth berücksichtigt automatisch die Nicht-Linearitäten der Fluidtechnik und gleicht sie aus. Für die übergeordnete Steuerung verhalten sich hydraulische Antriebe damit genauso wie elektromechanische. Rexroth hat dazu vormals rein hydromechanische Funktionen in die Software verlagert. Dort integrierte vordefinierte Best-in-Class-Hydraulikregler übernehmen die Regelung von Position, Geschwindigkeit, Weg-/Kraft, verschiedenen Gleichgängen mehrerer Zylinder oder das wegabhängige Bremsen. Die Wizard-gestützte Inbetriebnahme erfordere keine vertieften Hydraulikkenntnisse.

Für die Auslegung und Konfiguration elektrohydraulischer Achsen stehen virtuelle Abbilder der Motion Controls und ihrer hydraulischen Aktoren zur Verfügung. Damit können Maschinen und Anlagenhersteller ihre Konzepte am Rechner validieren sowie Unter- oder Überdimensionierungen vermeiden, ohne erst aufwendig einen Prototypen zu bauen. Zusätzlich ermöglicht die Steuerungssimulation die Programmierung und Validierung der Bewegungsabläufe schon vor oder während der Maschinenmontage. Das verkürzt die Time to Market und reduziert die Engineeringkosten erheblich.

Laut Rexroth bietet intelligente, vernetzbare Hydraulik alle physikalischen Vorteile der Fluidtechnologie bei gleichen automationstechnischen Freiheitsgraden und gleichem Komfort wie ihre elektromechanischen Pendants.

Bosch Rexroth auf der Hannover Messe 2017: Halle 23, Stand C19

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