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Spindelantriebe

Motorspindelreparatur ist preiswert, erhöht aber die Stillstandszeit

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Lebendauer der Spindel ist von Laufbedingungen abhängig

  • Die Lebensdauer einer Motorspindel ist abhängig von folgenden Faktoren: Art, Ausführung und Auslegung der Lagerung, häufig genutzter Drehzahlbereiche;
  • Art und Form der Zerspanung (leichte oder schwere Zerspanung);
  • Kollision/Crash: Trifft das Werkzeug, das mit der Motorspindel über den Werkzeughalter verbunden ist, mit Gewalt, zum Beispiel aufgrund eines Programmierfehlers, auf das Werkstück oder den Arbeitstisch, werden in der Regel die Spindellager beschädigt und die Spindelwelle wird verformt.
  • Schmierung: Bei ungenügender Schmierung der Lager kommt es zu Lagerschäden. Ungenügende Schmierung kann verur-sacht werden durch Ausfall der Fettnachschmiereinheit oder durch Filterprobleme.
  • Schmutz: Bei dreckiger Umgebung und verschmutztem/fehlendem Luftfilter kommt es zu Verunreinigungen der Lager und gegebenenfalls zu ungenügender Wärmeabfuhr in der Motorspindel. Neben Lagerschäden kann auch ein Windungsschluss durch zu hohe Temperaturen die Folge sein.
  • Schwingungen/Vibrationen: Unerwünschte Schwingungen/Vibrationen können zu einem vorzeitigen Lagerverschleiß führen. Es gibt zwar einen Trend, die Spindel durch Sensoren für Vibrationen, Temperaturen und Drehmoment zu überwachen. Aber nach Erfahrungen der Hersteller werden Sensoren nur in einem begrenzten Umfang eingesetzt.

Unter sonstigen Schäden sind aufzuführen:

  • Drehdurchführung: Schäden an der Drehdurchführung können zur Spindelüberflutung, zum Kurzschluss und zu Lagerschäden führen.
  • Schäden am Geber oder am Spannsystem: Schäden an Geber, Spannsystem oder Drehdurchführung sind häufig ein Folgeschaden aufgrund einer Kollision.
  • Montagefehler bei den Anpassungen: Die Inbetriebnahme einer Spindeleinheit in Werkzeugmaschinen erfordert Zeit und Wissen. Werden bei der manuellen Eingabe zum Beispiel von Kennwerten des Motors oder des Gebersystems Fehler gemacht, versagt die Spindel nach kurzer Zeit.

Motorspindeln werden in der Regel zugekauft

In der Regel werden Motorspindeln von Herstellern der Werkzeugmaschinen und Bearbeitungszentren von Unterlieferanten zugekauft. Kommt es zu einem Spindelschaden, wird der Monteur des Herstellers die beschädigte Spindel ausbauen und eine Austauschspindel einbauen, um die Ausfallzeit der Maschine gering zu halten.

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Der Monteur sollte in seinem Montagebericht folgende Daten dokumentieren: Kunde mit Adressdaten, Teilespektrum, überwiegende Spindeldrehzahl, Anzahl Schichten, Temperatur- und Arbeitsumfeld, Zustand der Luftfilter, Maschine mit Maschinennummer, Typ, Baujahr, Betriebsstunden, beschädigte Spindel mit Spindelnummer, Spindelstunden, Begründung für Reparatur, Auffälligkeiten (wie blockierte Spindelwelle, Laufgeräusche, Verschmutzungen, optische Schäden), vermutete Schadensursache, Werte der Geometrievermessung vor Spindeltausch wie Rundlaufabweichung, eingebaute Austauschspindel mit Spindelnummer sowie weitere ausgetauschte Teile.

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