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Familie und Beruf

Mütter kehren schneller zu familienfreundlichen Betrieben zurück

| Redakteur: Melanie Krauß

Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen im Zusammenhang mit der schnelleren Rückkehr von Müttern in den Beruf.

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(Bild: gemeinfrei (Pixabay, smpratt90) / CC0)

Betriebe in Deutschland bieten immer häufiger Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg und der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Große Betriebe mit mehr als 250 Beschäftigten sind hier Vorreiter, aber die kleinen und mittleren Betriebe ziehen nach. Die familienfreundlichen Maßnahmen gehen mit einer schnelleren Rückkehr von Müttern nach geburtsbedingten Erwerbsunterbrechungen einher.

Am stärksten verbreitet sind Angebote während der Elternzeit wie Weiterbildungen. Mittlerweile haben 9 % der Betriebe entsprechende Angebote. Im Jahr 2002 waren es noch weniger als 5 %. Einen besonders starken Zuwachs verzeichnen betriebliche Kinderbetreuungsangebote. 2002 gab es diese bei 2 % der Betriebe, jetzt liegt der Anteil bei rund 8 %. Nach wie vor selten sind dagegen Langzeitkonten zur Freistellung für Familienzeiten sowie betriebliche Maßnahmen zur Frauenförderung. Hier liegt der Anteil der Betriebe bei jeweils rund 2 %. Der Anteil an Betrieben, die mindestens eine der genannten familienfreundlichen Maßnahmen anbieten, ist seit 2002 von 6 % auf 16 % gestiegen.

Bei größeren Betrieben sind die Anteile generell höher. Maßnahmen zur Frauenförderung beispielsweise gibt es bei 21 % der Betriebe mit mindestens 250 Beschäftigten.

Für alle in der Studie untersuchten familienfreundlichen Maßnahmen zeigt sich ein Zusammenhang mit dem Zeitpunkt des Wiedereinstiegs der Mütter nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung: Mütter aus Betrieben mit familienfreundlichen Maßnahmen kehren schneller zu ihrem Arbeitgeber zurück als Mütter, die in Betrieben ohne diese Maßnahmen arbeiten. Je mehr familienfreundliche Maßnahmen ein Betrieb aufweist, umso kürzer sind die Erwerbsunterbrechungen der Mütter.

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