Umwelttechnik Nachhaltig aus dem Netz

Redakteur: Florian Stocker

Die Umwelttechnik spielt angesichts steigender Bevölkerungszahlen in den Städten eine Hauptrolle bei der Verteilung knapper Ressourcen. Ein Blick auf aktuelle Entwicklungen und Trends zeigt aber auch: das digitale Zeitalter liefert völlig neue Möglichkeiten für die Branche. Wer es dabei schafft, künftig alle Komponenten angemessen zu vernetzen, der wird sich dauerhaft in der „Smart City“ etablieren können.

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Pumpen, Armaturen und Rohrleitungen werden künftig auch bei der Datenerhebung eine wichtigere Rolle spielen.
Pumpen, Armaturen und Rohrleitungen werden künftig auch bei der Datenerhebung eine wichtigere Rolle spielen.
( © Andrei Merkulov - Fotolia)

Der Energieverbrauch der Menschheit steigt nach wie vor. Vor allem in den Städten werden natürliche Ressourcen zunehmend knapper. Eine sparsamere und effizientere Steuerung ist daher eine absolute Notwendigkeit. Die Energie- und Wassergewinnung, die Abfalltechnik und moderne Recycling- und Wiederaufbereitungsverfahren sind die Vehikel für die Gestaltung menschlichen Zusammenlebens. Doch reicht es aus, ausschließlich auf punktuelle Verbesserungen in diesen Bereichen zu setzen? Sind wir in einer Phase der kleinen Entwicklungsschritte angekommen oder steht nach den jüngsten Fortschritten bei der Energiegewinnung auch eine Revolution bei der Förderung lebenswichtiger Ressourcen bevor? Bei der Beantwortung dieser Frage hilft ein Blick in die Zukunft und die Frage danach, wo sie denn vor allem stattfinden soll.

Die Probleme des menschlichen Zuammenlebens werden zuallererst die Probleme der Städte beziehungsweise der Ballungsräume sein. Im Jahr 2008 wurde die Schwelle überschritten: seitdem leben über die Hälfte der Menschen weltweit in Städten. Dieser Trend manifestiert sich seitdem, vor allem in den Schwellenländern, aber auch in den Industriestaaten. Leere Landstriche in Brandenburg contra Wohnungsnot in München – diese heute schon zu beobachtenden Entwicklungen werden künftig wohl noch deutlicher die öffentliche Diskussion dominieren. Dieser Umstand führt zu einer Verschiebung der Prioritäten im Bereich der Umwelttechnik, oder besser: zu einem Paradigmenwechsel. Das abstrakte Konstrukt der „Umwelt“ ist lokalisierbarer und damit addressierbarer geworden. Wer die Probleme der großen Städte löst, der löst mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Probleme der Umwelt.

Eine bedeutendere Rolle kommt daher heute schon den kommunalen Versorgern zu. Sie sind Akteure, die früher nur einige unter vielen waren und die durch die Urbanisierung signifikant an Bedeutung auf allen Feldern der Umwelttechnik gewinnen.

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