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Unternehmensführung Nachhaltigkeitsstrategien erfolgreich einführen

| Autor / Redakteur: Uta von Boyen / Claudia Otto

Neben Investoren und Verbrauchern sind es insbesondere die eigenen Mitarbeiter, die in Zukunft noch mehr darauf achten werden, ob ein Unternehmen ein glaubwürdiges Nachhaltigkeitskonzept verfolgt. Doch was, wenn ein Unternehmen bisher relativ unbekümmert gewirtschaftet hat? Kann man Nachhaltigkeit einfach schnell lernen?

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Eine neue Unternehmenskultur muss strukturell verankert werden, sodass sie für die Mitarbeiter im Alltag (er)lebbar wird. (Bild: Trumpf)
Eine neue Unternehmenskultur muss strukturell verankert werden, sodass sie für die Mitarbeiter im Alltag (er)lebbar wird. (Bild: Trumpf)

Die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern wird immer stärker von der Frage bestimmt, ob ein Unternehmen eine positive Identifikationsfläche bieten kann. Sinnhaftigkeit am Arbeitsplatz wird unter Angestellten von Jahr zu Jahr mehr zum Thema. Man sucht das Gefühl, mit dem eigenen Tun zumindest möglichst wenig ökologischen und sozialen Schaden anzurichten – wenn nicht sogar Positives zu bewirken.

Nachhaltigkeit wird immer öfter Teil der Unternehmens-Gesamtstrategie

In immer mehr Unternehmen wird ethisches und nachhaltiges Handeln somit ein immer zentralerer Teil der Gesamtstrategie. Doch wie geht man die Nachhaltigkeitswende konkret an? Zunächst einmal ist ein Wandel hin zu Nachhaltigkeit eine genauso einschneidende Veränderung wie andere Unternehmenskulturprozesse auch: Er kostet meist viel Energie, Zeit, Geld und häufig auch Nerven.

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Doch der Aufwand ist gut investiert, denn es handelt sich bei diesem Thema keinesfalls um eine bloße Modeerscheinung, sondern um eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Konsequent umgesetzte Nachhaltigkeitsprogramme wirken sich unmittelbar positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation aus.

Natürlich darf es sich dabei nicht um Greenwashing handeln, mit dem nur ein positiver Marketing-Effekt erzielt werden soll. Solche Maßnahmen gehen ausnahmslos nach hinten los, denn die Mitarbeiter durchschauen Feigenblattaktionen zuallererst. Ehrliche Begeisterung droht dann in Zynismus umzuschlagen – und damit ist das Gegenteil dessen erreicht, was angestrebt werden sollte.

Lernen und Umdenken aller Beteiligten ist gefragt

Doch auch ernst gemeinte Kulturveränderungsprozesse sollten nicht am Reißbrett entworfen und der Belegschaft im Hauruckverfahren übergestülpt werden. Unsere Ausgangsfrage war: „Lässt sich verantwortungsvolles Handeln erlernen?“, und diese Fragestellung zeigt, dass mehr verlangt ist als nur die Implementierung von ein paar Vorschlägen. Der gesamte moderne Lebensstil, wie wir ihn kennen, beruht auf der Vorstellung, dass die Ressourcen der Welt unendlich sind.

Wer aus diesem Denken ausbrechen möchte, muss daher Grundhaltungen hinterfragen, Gewohntes in Frage stellen und kreative, neue Lösungswege finden. Kurz gefasst: Organisationen müssen lernen und umdenken! Klugheit und Ideenreichtum sind gefragt. Eigenschaften wie diese lassen sich nicht verordnen, sondern sie gedeihen in einem Klima, das Lernen ermöglicht und belohnt. Eine offene, innovative Unternehmenskultur mit Mut zur Kreativität wird benötigt – und diese zu erzeugen, ist selbstverständlich leichter gesagt als getan.

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