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Oberflächentechnik Naturnahes Design spart Material und setzt architektonische Akzente

| Redakteur: Annedore Munde

Am 7. Mai 2010 wurde das Melbourne Rectangular Stadium eingeweiht: Die australische Rugby-League-Nationalmannschaft trat gegen die Nationalmannschaft Neuseelands an. Mit den verwendeten Stahl-Sandwichelementen haben Architekten und Baufirmen in dem neuen Stadion Gestaltungsprinzipien der Natur nachgebildet und kombinierten so hohe die Designansprüche mit materialeffizienter Umsetzung.

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Bioframe-Design: Die Hülle des neuen Stadions von Melbourne mit Hoesch-isowand-vario-Sandwichelementen in der Bauphase. Bild: Grocon
Bioframe-Design: Die Hülle des neuen Stadions von Melbourne mit Hoesch-isowand-vario-Sandwichelementen in der Bauphase. Bild: Grocon
( Archiv: Vogel Business Media )

Die neue Sportstätte, das „Melbourne Rectangular Stadium“, fällt bereits durch seine neuartige Gestaltung auf. Doch auch die Bezeichnung weist auf etwas Besonderes hin: Rectangular bezieht sich auf die Form des Spielfelds, und dies ist erwähnenswert in einem Land, dessen Nationalsport Australian Football auf ovalen Feldern gespielt wird. Rectangular bedeutet: Hier finden künftig Rugbyspiele oder Fußballmatches nach europäischen Regeln, also „soccer“ statt.

Stadionhülle nach Bioframe-Konzept

Thyssen-Krupp Steel Europe hat 25 000 m² Stahl-Sandwichelemente für den Bau des Sportstadions geliefert. Aus den Elementen des Typs Hoesch-isowand-vario besteht das Dach des insgesamt 267,5 Mio. australische Dollar (rund 180 Mio. Euro) teuren Bauwerks. Die ursprünglich für Wand- und Fassadenanwendungen entwickelten Isowand-Elemente eignen sich sehr gut für die spezielle Architektur der Stadionhülle, so das Unternehmen.

Auf die äußere Gestalt des Stadions trifft der Begriff rechteckig indes überhaupt nicht zu: Was sich Cox Architects + Planners, eines der größten Architekturbüros in Australien, hierfür ausgedacht hat, basiert auf Konstruktionsprinzipien der Natur. Cox Architects benutzt den Begriff „bioframe“ für sein Dachdesign und betont damit die organische Gestalt. Die Stadionhülle sieht aus wie ein großer Kreis ineinander verschränkter Halbkugeln, die zum Spielfeld hin offen sind.

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