BDEW Netzausbau zu langsam

Redakteur: Stéphane Itasse

Laut Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, kann der Energiesektor seine Klimaziele erreichen. Allerdings müsse die Politik endlich handeln, wie er auf der Hannover Messe 2018 sagte.

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„Wir kommen beim Netzausbau überhaupt nicht schnell genug voran“, warnt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung.
„Wir kommen beim Netzausbau überhaupt nicht schnell genug voran“, warnt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung.
(Bild: Itasse)

Kapferer forderte für den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., den Netzausbau voranzutreiben und die Bedingungen für die Kraft-Wärme-Kopplung, die Energiespeicher sowie neue Gaskraftwerke zu verbessern.

Laut einer Analyse des Verbands gibt es derzeit in Deutschland 52 Projekte zum Neubau von Kraftwerken. Davon seien jedoch lediglich 14 im Bau. Unter den geplanten Anlagen seien auch 22 Gas- und 6 Pumpspeicherkraftwerke, die in der aktuellen Marktsituation aber nicht wirtschaftlich seien.

„Die heute bestehenden Überkapazitäten werden in wenigen Jahren nicht nur abgebaut sein. Vielmehr laufen wir spätestens im Jahr 2023 in eine Unterdeckung bei der gesicherten Leistung“, warnte Kapferer weiter. Dem bis 2023 erwarteten Zubau an Kraftwerkskapazität von 4400 MW stünden Stilllegungen von rund 18.600 MW gegenüber. „Wir kommen beim Netzausbau nicht schnell genug voran“, sagte Kapferer. Doch nur so könne es gelingen, die bald fertigen 7 GW Offshore-Windkraftkapazitäten in das Stromnetz zu integrieren.

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