Cluster-Treff bei Krauss-Maffei Netzwerke für Einsteiger ins HD-RTM-Verfahren

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Geht es um die Serienfertigung von Bauteilen aus Faserverbundkunststoffen, rückt das HD-RTM-Verfahren immer mehr ins Rampenlicht. Wichtig für Verfahrenseinsteiger ist es, auf ein verlässliches Partnernetzwerk zurückzugreifen. Das war das zentrale Ergebnis der Cluster-Treffs „Industrielle Prozesskette Hochdruck–RTM“, der bei Krauss-Maffei in München stattfand.

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Composite-Experten versammelten sich zum Cluster-Treff in München. In der ersten Reihe von rechts: Matthias Graf (Dieffenbacher), Josef Renkl (Krauss-Maffei), Prof. Dr. Frank Henning (Fraunhofer-Institut für chemische Technologien), Prof. Dr. Klaus Drechsler (Lehrstuhl für Carbon Composites der TU München). (Bild: Krauss-Maffei)
Composite-Experten versammelten sich zum Cluster-Treff in München. In der ersten Reihe von rechts: Matthias Graf (Dieffenbacher), Josef Renkl (Krauss-Maffei), Prof. Dr. Frank Henning (Fraunhofer-Institut für chemische Technologien), Prof. Dr. Klaus Drechsler (Lehrstuhl für Carbon Composites der TU München). (Bild: Krauss-Maffei)

Mehr als 100 Teilnehmer demonstrierten ein rasant gestiegenes Interesse an diesem Verfahren. Auf der JEC Composite Show 2011 in Paris fand diese Entwicklung Bestätigung.

Nachfrage nach HD-RTM-Verfahren steigt

Dort registrierte der Verfahrens- und Anlagenspezialist Krauss-Maffei eine steigende Nachfrage nach HD-RTM-Verfahren (Hochdruck Resin Transfer Molding).

Grund dafür sei die Eignung des Verfahrens für die automatisierte, wirtschaftliche Herstellung von Bauteilen aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) mit erstklassigen Oberflächen.

Die Möglichkeit solche Bauteile aus hochreaktiven Harzen in einem Hochdruck-Verfahren innerhalb kurzer Zykluszeiten herstellen zu können, erfüllt insbesondere die Anforderungen der Automobilindustrie. „Dies hat auch die JEC Composites Show in Paris bestätigt, wo wir so viele konkrete Projektanfragen wie noch nie erhalten haben“, betont Erich Fries, Produktmanager HD-RTM von KraussMaffei.

Krauss-Maffei kooperiert mit Anlagenhersteller Dieffenbacher

Als Voraussetzung für eine effiziente Umsetzung werden zuverlässige Partnerschaften angesehen. So ist Krauss-Maffei mit dem Anlagenhersteller Dieffenbacher eine Kooperation eingegangen, um komplette Fertigungslinien für CFK-Bauteile anbieten zu können: von der Abwicklung der Kohlefasern bis zur mechanischen Bearbeitung. Danach sind die Faserverbundteile montagefertig.

Im Rahmen der Kooperation liefert Dieffenbacher die Anlagentechnik zur automatisierten Herstellung der trockenen Kohlenstofffaser-Preformteile, die Umformpresse mit Beschickungs- und Entnahmeroboter, die Werkzeugreinigung und die Liniensteuerung, Von Krauss-Maffei kommt das Werkzeug, die Misch- und Dosieranlage sowie die mechanischen Bearbeitungsstationen.

Vertreter von Automobilherstellern nahmen teil

„Die enge Kooperation zwischen Krauss-Maffei und Dieffenbacher und die Vernetzung mit weiteren Partner wie Anwendern, Faserherstellern, Harzlieferanten und Herstellern von Zerspanungssystemen sowie Forschungs- und Entwicklungsinstituten, erweist sich als äußerst zielführend für alle Beteiligten“, betont Matthias Graf, technischer Leiter der Business Unit Forming bei der Dieffenbacher GmbH, Eppingen. „Im Netzwerk wird das gegenseitige Verständnis im Hinblick auf Ziele, technische Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit geschärft wird und somit die Voraussetzungen geschaffen mit kurzen Entwicklungszeiten ein ausgereiftes Produkt auf den Markt gebracht zu bringen. In der gesamten Prozesskette muss auf jedes einzelne Glied Verlass sein“.

Krauss-Maffei seit zwei Jahren im bayerischen Cluster „Neue Werkstoffe“ aktiv

Seit zwei Jahren beteiligt sich Krauss-Maffei als Partner im bayerischen Cluster „Neue Werkstoffe“. Zweck der Partnerschaft ist es, Anforderungen von Anwendern zu erfahren, Kontaktaufbau und –pflege zu betreiben und Prozesstechniken nach außen wirksam zu präsentieren.

So stand auf dem Cluster-Treff bei Krauss-Maffei die Prozesskette Hockdruck–RTM im Rampenlicht. Unter den Teilnehmern waren Vertreter von Automobilherstellern wie BMW, Audi, Daimler und MAN.

Innovationen im Rahmen der HD-RTM-Prozesskette vorgestellt

Auf dem Cluster-Treff präsentierte Prof. Dr. Frank Henning, Leiter des Fraunhofer-Instituts für chemische Technologien (ICT), Pforzheim, jüngste Forschungsergebnisse, die beim HD-RTM-Verfahren bei der Verarbeitung hochreaktiver Harze mit kurzen Zykluszeiten vorliegen.

Über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Preformerzeugung aus Kohlenstofffasern informierte Prof. Dr. Klaus Drechsler, Leiter des Lehrstuhls für Carbon Composites der TU München. Industrielle Experten von Krauss-Maffei, Dieffenbacher, Huntsmann Advanced Materials, Zoltek und Hufschmied Zerspannungsysteme stellten Innovationen im Rahmen der HD-RTM-Prozesskette vor.

Fachleute brauchen Insiderinformationen

„Insiderinformationen über die Prozesskette zu bekommen, dass ist es was die Fachleute brauchen“, resümierte Marcus Rauch, Manager des Clusters „Neue Werkstoffe“ der Bayern Innovativ GmbH. „Dies bildet die Basis für weitere Entwicklungen und Kooperationen. Vor diesem Hintergrund ist die Zusammenarbeit mit unserem Cluster-Partner Krauss-Maffei ein voller Erfolg.“

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