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Neue Allianzen stabilisieren Wertschöpfungsketten

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Keine Angst vor den komplexen Wertschöpfungsnetzen!

Der größte Komplexitätstreiber, ist sich Andreas Gützlaff, Leiter der Abteilung Produktionsmanagement im Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, sicher, seien jedoch oft die Kunden. Deren individuelle Wünsche können zu mehr Produktvarianten beitragen, die automatisch zu komplexeren Produktportfolios führen. Das wirkt sich dann unmittelbar auf Konstruktion, Planung, Lieferkette, Produktion und Vertrieb aus. Die sich so aufbauende Komplexität beherrscht man nur mit der nötigen Transparenz und einem neuartigen Datenmanagement, betont Gützlaff. Am Ende gehe es immer nur darum, wo man sein Geld verdiene und wo man es womöglich zum Fenster hinauswerfe.

In den komplexen Wertschöpfungsnetzen schlummern nach Erkenntnissen des WZL deshalb nicht nur monetäre Risiken, sondern zum Glück auch erzielbare Effizienzgewinnpotenziale. „Durch eine gesteuerte Komplexität lassen sich Einsparungen von bis zu 15 Prozent erzielen“, merkt Gützlaff dazu an. Das belegen Erfahrungen aus den Unternehmen, mit denen das WGP-Institut WZL zusammenarbeitet.

Andreas Gützlaff, Leiter der Abteilung Produktionsmanagement im WZL der RWTH Aachen, betont: „Gelingt die Steuerung der Komplexität in der Wertschöpfung richtig, winkt in Sachen Betriebsergebnis ein Plus von bis zu 15 %.“
Andreas Gützlaff, Leiter der Abteilung Produktionsmanagement im WZL der RWTH Aachen, betont: „Gelingt die Steuerung der Komplexität in der Wertschöpfung richtig, winkt in Sachen Betriebsergebnis ein Plus von bis zu 15 %.“
(Bild: WZL der RWTH Aachen)

Um der Nachfrage nach geeigneten Innovationen nachzukommen, bietet das WZL in Zusammenarbeit mit der Complexity Management Academy und der Universität St. Gallen ab dem kommenden Jahr übrigens die Fokusgruppe „Plant Complexity“ an, in der sich Unternehmen mit Experten und anderen Unternehmen austauschen und neue Wege zum Erfolg finden können. Das Angebot gelte branchenübergreifend und richte sich an Führungskräfte aus Produktion und Supply Chain.

Schon immer ein wichtiger Teil der Metav...

Die gesamte Prozesskette in der Metallbearbeitung abzubilden, ist traditionell ein zentrales Anliegen der Metav. Wachsende Bedeutung erlangte dabei schon auf den vergangenen Präsenzmessen der Themenkomplex Industrie 4.0 mit Aspekten wie vernetzte Fertigung, Cloud-Anwendungen, Datenmanagement, Cybersecurity oder Plattformökonomie. Die jetzt anstehende Metav digital könnte für diesen Bereich ebenfalls für Schub sorgen, weil sich die Teilnehmer auch untereinander sehr gut vernetzen können.

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